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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Transkutane elektrische Nervenstimulation

(Weitergeleitet von TENS)

Synonym: TENS

1 Definition

Die transkutane elektrische Nervenstimulation ist ein Verfahren zur Behandlung muskuloskelettaler Schmerzen.

2 Prinzip

Bei der TENS werden über dem schmerzhaften Areal Elektroden auf der Haut angebracht. Über diese Elektroden werden mit einem Stimulationsgerät sogenannte Rechteckimpulse abgegeben. Die Impulse sind selbst nicht schmerzhaft und haben eine variable Impulsweite (bis 0,5 s), Frequenz (bis 200 Hz) und Stromstärke.

3 Wirkung

Postuliert werden zwei verschiedene Wirkungsprinzipien. Bei niederfrequenter Stimulation werden möglicherweise körpereigene Endorphine freigesetzt, welche die Schmerzen lindern. Darauf deutet hin, dass die schmerzlindernden Effekte der niederfrequenten Stimulation durch Naloxon aufhebbar sind.

Bei hochfrequenter Stimulation kommt es wahrscheinlich über eine Reizung von schmerzleitenden Nervenfasern zu einer Interferenz mit der Schmerzübermittlung im Rückenmark.

4 Anwendung

Bei lokalen muskuloskeletalen Schmerzen kann die transkutane elektrische Nervenstimulation zur Schmerzlinderung beitragen und den Gebrauch von Analgetika reduzieren helfen. Für den Patienten ist die TENS eine aktive Auseinandersetzung mit dem Schmerz und kann zu einer besseren Schmerzverarbeitung beitragen.

Die Wirkung sollte individuell über mehrere Wochen erprobt werden. In der Regel werden täglich 2 Sitzungen zu 45 Minuten empfohlen. Eine längere bzw. Dauerstimulation wirkt sich nachgewiesenermaßen negativ aus, da schnell ein Gewöhnungseffekt eintritt.

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Fachgebiete: Neurologie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Februar 2013 um 18:23 Uhr bearbeitet.

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