Skin-of-Color-Dermatologie
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LoslegenDefinition
Die Skin-of-Color-Dermatologie berücksichtigt Unterschiede in der Manifestation von Hauterkrankungen bei Menschen verschiedener Hautfarben.
Hintergrund
Tropenmedizinische Erkrankungen treten überwiegend bei der lokalen Population mit dunkler Haut auf und sind in Lehrbüchern in der Regel mit Bildern der Betroffenen illustriert. Global verbreitete Hauterkrankungen werden in Lehrbüchern hingegen meist auf weißer Haut dargestellt. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Dermatologie in westlichen Industrieländern früher etabliert war. Die wissenschaftliche Darstellung und Beschreibung von Hauterkrankungen auf weißer Haut ist dadurch überrepräsentiert.
Die Darstellung von Hauterkrankungen in Lehrbüchern spiegelt heute (2026) nicht die tatsächliche Patientenpopulation wider, da Migrationsbewegungen global zu einer stärkeren ethnischen Durchmischung geführt haben. Dies kann sich auf die medizinische Ausbildung von Ärzten auswirken und beispielsweise zu niedrigeren Erkennungsraten von Hauterkrankungen auf dunkler Haut führen.
Beispiel
Windpocken zeigen sich auf weißer Haut in der Regel als rötliches Exanthem. Auf dunkler Haut können Windpocken gelblich, hautfarben und hyperpigmentiert erscheinen.
Literatur
- N. Silverberg et al.: Pediatric Skin of Color (2015)
- A. Morrone et al.: Skin Disorders in Migrants (2020)
- S. Narla et al.: Racial disparities in dermatology (2022)