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Ritalin®

Georg Graf von Westphalen
Arzt | Ärztin
Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
Simon Schuckel
DocCheck Team
Jakob Rutter
Sonstige (nichtmedizinischer Beruf)
Victor Schulze-Zachau
Student/in der Humanmedizin
Stud.med.dent. Sascha Alexander Bröse
Student/in der Zahnmedizin
Georg Graf von Westphalen, Dr. Frank Antwerpes + 4


Ritalin® ist der Handelsname für ein Indirektes Sympathomimetikum, Psychostimulans der Firma Novartis Pharma mit folgenden Inhaltsstoffen: (Klicke auf den/die Wirkstoffnamen für Details.)

Anwendungsgebiete: Methylphenidat wird zur Behandlung der ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) eingesetzt und verbessert dabei Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Exekutivfunktionen. Die Anwendung erfolgt ausschließlich im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzepts nach gesicherter Diagnosestellung.
Ritalin® 10 mg Tabletten sind für Kinder ab dem 6. Lebensjahr zugelassen; für Jugendliche und Erwachsene mit fortbestehender ADHS aus dem Kindesalter steht das eigenständige Präparat Ritalin® adult zur Verfügung.
Eine weitere Zulassung besteht für die Therapie der Narkolepsie.

Nebenwirkungen: Sehr häufig: Schlaflosigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen, Schwitzen, Geräuschempfindlichkeit, Konzentrationsmangel.
Häufig (psychiatrisch): Abnormales Verhalten, Aggressivität, Erregung, Affektlabilität, Ängstlichkeit, Depression, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit (Anorexie).
Häufig (neurologisch): Somnolenz, Schwindel, Dyskinesien, psychomotorische Hyperaktivität.
Häufig (kardiovaskulär): Tachykardie, Palpitationen, Arrhythmien, Hypertonie, Blutdruck- und Herzfrequenzschwankungen.
Häufig (gastrointestinal): Bauchschmerzen, Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, Diarrhö.
Häufig (übrige): Alopezie, Pruritus, Rash, Urtikaria, Fieber, Arthralgien, Husten, Rachen- und Kehlkopfschmerzen, Nasopharyngitis, Gewichtsverlust, bei Kindern unter Langzeittherapie mäßige Verminderung von Gewichtszunahme und Längenwachstum.
Gelegentlich bis selten, aber klinisch relevant: Psychotische Symptome einschließlich Halluzinationen, Suizidgedanken, Tic-Exazerbation, Krampfanfälle. Methylphenidat besitzt zudem ein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial.

Kontraindikationen: Psychiatrisch: Suizidneigung, schwere Depression, Manie, schwere bipolare affektive Störung (Typ I), Borderline-Persönlichkeitsstörung, psychotische Symptome, Schizophrenie, Anorexia nervosa, Alkohol- und Drogenabusus.
Neurologisch: Tourette-Syndrom und andere Tic-Störungen (auch in der Familienanamnese).
Kardiovaskulär: Vorbestehende Herzkreislauferkrankungen, Herzinsuffizienz, angeborene Herzfehler, Kardiomyopathie, Myokardinfarkt in der Anamnese, schwere Hypertonie, Angina pectoris, zerebrovaskuläre Erkrankungen (zerebrale Aneurysmen, Gefäßabnormalitäten, Vaskulitis, Schlaganfall), arterielle Verschlusskrankheit.
Sonstige: Phäochromozytom, Hyperthyreose bzw. Thyreotoxikose, Engwinkelglaukom, gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern oder innerhalb 14 Tagen nach deren Absetzen.
Relative Anwendungseinschränkungen: Schwangerschaft (Anwendung nur bei klinischer Notwendigkeit, wenn ein Aussetzen ein größeres Risiko darstellen würde) und Stillzeit (individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung; Übergang in die Muttermilch nachgewiesen).

Fachinformation Ritalin® 10 mg Tabletten (PDF)

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