Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Redondrainage

nach dem französischen Kieferchirurgen Henry Redon
Synonyme: Redon, Redon-Drainage, Redon-Saugdrainage

1 Definition

Eine Redondrainage ist eine Saugdrainage zur Ableitung von Wundsekreten.

2 Hintergrund

Die Redondrainage ist ein geschlossenes System mit kontrolliertem Sog, welches das Wundsekret nach außen ableitet ("äußere Drainage"). Die Drainage besteht wundseitig aus einem dünnem, an seinem Ende mehrfach perforierten Kunststoffschlauch. Er wird in der Regel mit einer kleinen Naht an der Haut fixiert, um ein Herausgleiten zu verhindern. Am anderen Ende des Schlauchs befindet sich eine Kunststoffflasche, in welche das Wundsekret abgeleitet wird. Der hier herrschende Unterdruck sorgt für einen kontinuierlichen Abfluss der Wundflüssigkeit. Um den Unterdruck zu erneuern, muss die Flasche regelmäßig gewechselt werden.

3 Voraussetzung

Voraussetzung für den Einsatz einer Redondrainage ist ein luftdichter Abschluss der Wundhöhle nach außen.

4 Einsatz

Redondrainagen werden vor allem bei umfangreicheren chirurgischen Eingriffen im Rahmen der postoperativen Nachsorge eingesetzt, um die Wundheilung zu beschleunigen. Durch das Ableiten des Wundsekrets wird die Wundhöhle verkleinert und die Wundflächen zusammen gezogen. Die Dauer der Drainage hängt von den Wundverhältnissen ab. In der Regel wird ein Redon nach 48-72 Stunden entfernt.

Im Bereich der Bauchhöhle werden Redons nicht verwendet, da hier die Gefahr einer Darmwandschädigung besteht.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

10 Wertungen (2.6 ø)

64.876 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: