Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter
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Englisch: pharmaceutical-commercial employee
Definition
Ein pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter, kurz PKA, gehört zum nicht-pharmazeutischen Personal einer Apotheke und ist schwerpunktmäßig für deren kaufmännische und organisatorische Abläufe zuständig.
Ausbildungsvoraussetzungen
Für die Ausbildung zur oder zum PKA ist keine bestimmte schulische Vorbildung gesetzlich vorgeschrieben; in der Praxis wird meist ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Die Ausbildungsinhalte bauen jedoch auf dem Hauptschulabschluss auf. Als persönliche Anforderungen gelten vor allem gute Kenntnisse in Deutsch und Mathematik, eine gute Allgemeinbildung sowie Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit.[1][2]
Ausbildungsziel
Der Beruf des PKA entwickelte sich 1993 aus dem des Apothekenhelfers und rückte dabei kaufmännisch-organisatorische Tätigkeiten stärker in den Vordergrund.[3] Ziel der Ausbildung ist die Qualifikation für den kaufmännisch-organisatorischen Bereich einer Apotheke, während die Arzneimittelabgabe und die pharmazeutische Beratung den Apothekern und Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) vorbehalten bleiben.[4] PKA dürfen lediglich über apothekenübliche, nicht verschreibungspflichtige Waren wie Kosmetika, Pflegeprodukte oder Verbandmittel informieren und diese verkaufen.[4]
Ausbildungsinhalte
Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen die Warenwirtschaft einer Apotheke, insbesondere die Bestellung, Bevorratung und Lagerung von Arzneimitteln unter Beachtung von Verfallsdaten und besonderen Lagerungsbedingungen (z.B. für Betäubungsmittel), die Preisbildung sowie die Bearbeitung von Rechnungen und der Zahlungsverkehr.[4] Daneben werden PKA mit dem Umgang mit apothekenspezifischer EDV vertraut gemacht und zu Zuarbeiten bei der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln angeleitet, etwa beim Abfüllen und Kennzeichnen von Eigenherstellungen.[4] Ergänzend gehört die Beratung zu apothekenüblichen, freiverkäuflichen Produkten zum Tätigkeitsfeld.[4]
Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte arbeiten überwiegend in öffentlichen Apotheken, daneben auch in Krankenhausapotheken, in der pharmazeutischen Industrie, im pharmazeutischen Großhandel oder bei Krankenkassen.[4] Bei entsprechendem Bildungsabschluss besteht die Möglichkeit einer Weiterqualifizierung zur PTA.[4]
Ausbildungsdauer und Prüfungen
Die Ausbildung zum PKA dauert in der Regel drei Jahre. Sie wird im dualen System parallel in einer Apotheke und an einer Berufsschule absolviert. Bei guten Leistungen oder entsprechendem Schulabschluss ist eine Verkürzung möglich.[4] Zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres findet eine schriftliche Zwischenprüfung statt. Den Abschluss bildet die Abschlussprüfung vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK).[4]
Quellen
- ↑ DQR: Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter / Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte, abgerufen am 26.10.2026
- ↑ Apothekerkammer Nordrhein: Pharmazeutisch-kaufmännischer Angestellter (PKA), abgerufen am 26.10.2026
- ↑ Berger R. PKA: Ein Beruf auf der Kippe? Deutsche Apotheker Zeitung. 01.08.2018. Verfügbar unter: PKA: Ein Beruf auf der Kippe?
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 4,6 4,7 4,8 ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA). Verfügbar unter: Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (PKA)