Paradoxe Pseudomyotonie
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Synonyme: -
Englisch: Paradoxical Pseudomyotonia
Definition
Die paradoxe Pseudomyotonie (PPM) ist eine seltene, erbliche neurologische Erkrankung, die primär bei Hunden der Rassen English Cocker Spaniel und English Springer Spaniel wissenschaftlich beschrieben wurde.
Charakterisierung und Symptome
Im Gegensatz zur klassischen Myotonie (bei der sich die Steifheit durch Bewegung bessert) verschlimmert sich der Zustand hier durch körperliche Anstrengung. Betroffene Tiere wirken wie „eingefroren“ oder bewegen sich hölzern.Im Elektromyogramm (EMG) zeigen sich die Episoden oft als „elektrisch stumm“, was sie von der echten Myotonie unterscheidet. Die Attacken dauern meist kurz (ca. 45 Sekunden) und lösen sich spontan auf. Die Episoden sind meist schmerzfrei; in extremen Fällen können jedoch Atemnot (Apnoe) und Zyanose (Blaufärbung) auftreten.
Hintergrund
Wissenschaftliche Studien vermuten eine Variante des SLC7A10-Gen gilt als ursächlich. Die Störung betrifft vermutlich den Glycin-Transport, was zu einer Übererregbarkeit der Muskulatur führt.
Diagnose und Behandlung
Ein spezifischer Gentest ermöglicht den Nachweis der Mutation. In milden Fällen reicht das Vermeiden von Triggern (extreme Kälte/Hitze, Überanstrengung) aus. In schweren Fällen kann eine medikamentöse Therapie mit Clonazepam versucht werden, um die Häufigkeit der Anfälle zu reduzieren.