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Metabolon

Englisch: metabolon

1 Definition

Der Begriff Metabolon beschreibt einen temporären Multienzymkomplex, in dem sich Enzyme eines Stoffwechselvorgangs in räumlicher Nähe zueinander organisieren. Der Begriff wurde durch Paul Srere beschrieben, der 1977 erstmalig beweisen konnte, dass die Enzyme des Krebszyklus miteinander interagieren.[1]

2 Funktion

Durch einen Metabolon-Komplex erreicht die Zelle eine höhere Enzymaktivität. Da sich Substratmoleküle nicht zielgerichtet bewegen (Brown'sche Molekularbewegung), aber in richtiger Konformation auf das Enzym treffen müssen, wären mehrschrittige Stoffwechselwege ohne räumliche Koordination der beteiligten Enzyme ineffizient. Das sogenannte substrate channeling, also die Weitergabe des Zwischenprodukts in richtiger Konformation von einem Enzym an das nächste, ist charakteristisch für ein Metabolon.[2] Dies erhöht die Wechselzahl und damit die Effizienz der enzymatischen Katalyse.[3]

3 Beispiele

4 Quellen

  1. Srere P.: Are Substrates Channeled In The Krebs Citric Acid Cycle? Advances in Molecular and Cell Biology Volume 15, 1996, Seiten 263-271
  2. Wu F., Minteer S.: Krebs cycle metabolon: structural evidence of substrate channeling revealed by cross-linking and mass spectrometry Angewandte Chemie International Edition, 2015
  3. Beyza Bulutoglu, Kristen E. Garcia, Fei Wu: Direct Evidence for Metabolon Formation and Substrate Channeling in Recombinant TCA Cycle Enzymes ACS chemical biology, 2016

Fachgebiete: Biochemie

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