Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Medizinische Trainingstherapie

1 Definition

Unter der Medizinischen Trainingstherapie versteht man ein gerätegestütztes Training, durch das die allgemeine und spezielle Leistungsfähigkeit und Belastungsfähigkeit des menschlichen Organismus gesteigert werden soll.

2 Indikationen

Eine Indikation für die Medizinische Trainingstherapie sind zum Beispiel das chronische Erschöpfungssyndrom, vaskuläre Erkrankungen (z.B. arterielle Hypertonie), ein chronisches Wirbelsäulensyndrom und der Muskelaufbau in der Orthopädie und der Unfallchirurgie.

3 Kontraindikationen

Kontraindikationen für die Medizinische Trainingstherapie sind unter anderem eine schwere Hypertonie, eine Herzinsuffizienz, ein frischer Myokardinfarkt, akute und chronische Infektionen sowie eine Entzündung.

4 Trainingsformen

Man unterscheidet verschiedene Trainingsformen. Je nach Art des Trainings werden dabei Gleichgewicht, Koordination und Haltung, die Kraftfähigkeit, Flexibilität, Schnelligkeit oder die Ausdauer trainiert.

4.1 Isometrisches Muskeltraining

Bei diesem Training wird die Muskellänge bzw. die Gelenkstellung nicht verändert. Es erfolgt eine Anspannung eines Muskels, wobei die Spannung für einige Sekunden gehalten werden sollte.

4.2 Isokinetisches Training

Bei diesem Training ändern sich die Muskellänge und die Gelenkstellung, während die Muskelkraft gleich bleibt.

4.3 Auxotonisches Training

Beim auxotonischen Training ändern sich sowohl Muskellänge und Gelenkstellung als auch die Muskelkraft.

4.4 Koordinationstraining

Ein Training der Koordination kann zum einen mental erfolgen, wobei eine Bahnung durch die Vorstellung einer Bewegung erfolgt. Zum anderen ist auch ein sensomotorisches Training (z.B. Stehen auf einer beweglichen Plattform) möglich.

4.5 Ausdauertraining

Die Ausdauer kann zum einen durch ein Dauerleistungstraining und zum anderen durch ein Intervalltraining trainiert werden.

5 Ziele

Die Medizinische Trainingstherapie hat das Ziel, Fähigkeit und Fertigkeiten eines Menschen zurückzugewinnen und zu stabilisieren. Es soll eine funktionelle Stabilität erreicht und die allgemeine und spezielle Leistungsfähigkeit und Belastungsfähigkeit verbessert werden. Bei einer gering ausgeprägten arteriellen Hypertonie kann die Medizinische Trainingstherapie als alleinige Therapie genutzt werden.

6 Vorgehen

Vor Beginn einer Medizinischen Trainingstherapie wird die maximale Belastbarkeit bestimmt. Dazu gehört eine Bestimmung der maximalen Kraft sowie eine Untersuchung auf dem Fahrradergometer oder dem Laufband. Der Test sollte bei einem Blutdruck größer als 200 zu 100mmHg oder bei Erreichen des Zielpulses (200 oder 180 minus Lebensalter) abgebrochen werden.

6.1 Phasen

Die Medizinische Trainingstherapie wird in vier Phasen eingeteilt. In der ersten Phase erfolgt ein Mobilisationstraining, in der zweiten Phase ein Stabilisationstraining. Diese werden gefolgt von einem Funktionstraining und einem Belastungstraining.

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