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Klinische Grunduntersuchung bei Vögeln

1 Anamnese und Adspektion im Käfig

  1. Haltung
  2. Verhalten
  3. Futter-/Wasseraufnahme
  4. Befiederung/Haut
  5. Atmung
  6. Sonstiges: Ring, Fußstellung, Schnabel

2 Herausfangen aus dem Käfig

  • möglichst keine Gegenstände, die beim Fangen zu Verletzungen führen können
  • möglichst Stress reduziert
  • Zunächst mit einer Hand, dann wenn notwendig mit beiden Händen in den Käfig gehen
  • Zum Greifen des Körpers dorsal wird Zellstoff oder ein Stofftuch verwendet.
  • Öffnung zum Eingreifen mit dem Körper verdecken und verschlossen halten, Gefahr des Entweichens der Vögel


3 Handling der Vögel

Grundsätze:

1. Vorbereitung:

  • Zum Fangen: Zellstoff oder Handtuch
  • Zum Wiegen: Waage
  • zur Klinischen Untersuchung: Untersuchungslange, Schnabelspreizer

Festlegung, welche Untersuchungen notwendig sind:

2. Maßnahmen gegen Entfliegen:

  • keine freien Fensterflächen
  • Türen und Fenster schließen, Fangnetz bereitlegen, Einrichtung anspassen

3. Ruhige Umgebung:

  • Raum abdunkeln, Röntgenraum?
  • keine lauten Geräusche
  • wenig Bewegung um den Käfig
  • Vorbereitungen unauffällig

4. Handling und Fixierung:

  • Ziel: Sicher für Vogel und Fänger
  • Stressreduziert, verhindern von Federverlust, verhindern von Frakturen, CAVE: auf Brustbein und Federn achten

Unterschiede:

  • Tauben und Finkenvögel: Käfig, Griffe beachten
  • Papageienvögel: Schnabel, Krallen beachten, Schreien als Abwehrmaßnahme, Lernen schnell!
  • Greifvögel: Bisstöter und Grifftöter

Grifftypen:

  • Blumenstraußgriff: Taube wird so umgriffen, dass man Beine, Schwanzfedern und kaudaler Köperbereich wie die "Stiele" eines Blumenstraßes hält.
  • Taubenzüchtergriff: Taube wird auf die Hand gesetzt, Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger umgreifen Schwanz und hinteren Teil, Beine liegen eingeklemmt zwischen Mittelfinger und Ringfinger, Ringfinger und kleiner Finger stützen die Taube nach vorne, anderen Hand hält den Oberkörper fest.
  • Zangengriff: Sittiche, Wellensittische, Vogel wird dorsal mit derm kompletten Hand ergriffen, Zeigefinger und Daumen umgreifen das Kiefergelenk und fixieren den Kopf.
  • Kappengriff: Gleich des Zangengriffs, nur Zeigefinger wird wie eine Kappe auf den Kopf gelegt und Kopf zwischen Daumen und Mittelfinger fixiert, eine Art von "Kappe"
  • Scherengriff:Hierbei erfolgt die Fixation des Kopfes mit Zeige- und Mittelfinger im oberen Halsbereich, damit bleibt der Daumen frei für weitere Manipulationen.
  • Greifvogelgriff: Beine zwischen den Fingern halten und Kopf fixieren, zur Not mit einem Tuch abdecken.

Foto3.jpg

Probleme beim Handling:

  • Wollen sich fast nie anfassen lassen.
  • Sie sind sehr stressempfindlich
  • Sie sind teilweise sehr wehrhaft. Aufpassen auf den Krallengebrauch!
  • Vögel sind laut.

4 Klinische Untersuchung

  1. Adspektion nach Fang
  2. Palpation
  3. Inspektion Schnabelhöhle (öffnen manuell, mit Schlinge, Schnabelspreizer können Hornschäden entstehen.)
  4. Kopf Augen, Ohren
  5. Kropfpalpation
  6. Ernährungszustand: 0,1,2,3, Angabe nach der Ausbildung der Brustmuskulatur um das Brustbein herum
  7. Temperaturmessung, Askultation, Perkussion
  8. Abdomen/ Legebeine
  9. Bürzeldrüse: Dorsal, kaudal zu den Schwanzfädern hin
  10. Kloake
  11. Flügel
  12. FALLS: spezielle Untersuchungen: Röntgen, Ultraschall

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