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Genitalverstümmelung

1 Definition

Als Genitalverstümmelung bezeichnet man eine tätliche, durch einen nicht-medizinischen Eingriff herbeigeführte Veränderung des äußeren Genitales, die zum teilweisen oder vollständigen Funktionsverlust der betroffenen Organteile führt.

2 Verstümmelung des weiblichen Genitales

In Afrika, Ägypten, Somalia und anderen Ländern, gehört die weibliche Beschneidung als fester Bestandteil zur Tradition des Landes. Dabei entscheidet diese schmerzhafte Prozedur über das Ansehen der betroffenen Frau und ihrer Familie und deren weiteren Lebensweg. Auch religiöse Hintergründe spielen auch heute noch eine Rolle.

Man unterscheidet folgende, durch die WHO definierte Typen der weiblichen Beschneidung:

  • Typ 1: Entfernung der Klitorisvorhaut mit oder ohne Entfernung der Klitoris
  • Typ 2: Entfernung der inneren Schamlippen mit oder ohne Entfernung der Klitoris
  • Typ 3: Vollständige Entfernung von Schamlippen, Klitoris und Klitorisvorhaut, mit Vernähen der großen Schamlippen (Infibulation)
  • Typ 4: verschiedene, zusätzliche rituelle Eingriffe wie unter anderem Einschneiden, Ausschaben oder das Einführen von Kräutern zum Verengen der Vagina

Innerhalb der EU wird die Beschneidung des weiblichen Genitals als schwere Körperverletzung geahndet.

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