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Epimorphose

1 Definition

Epimorphose ist ein durch den russischen Evolutionsbiologen Iwan Iwanowitsch Schmalhausen geprägter Begriff, mit der er die seiner Auffassung nach höchste, neueste und mit Abstand effektivste Form der Evolution beschreibt. In dieser seiner Ansicht nach höchst progressiven Form der Evolution geht es nicht nur um die Anpassung an Lebensräume, sondern um die Erschließung neuer Lebensräume durch überlegene Arten.

2 Prinzip

Zentrum von Schmalhausens Denkmodell der Epimorphose ist die Abkehr von der Annahme eine auf den Grundprinzipien der Evolution, nämlich Mutation und Selektion beruhende Erschließung neuer Lebensräume durch eine Art, sondern die vollkommen unbegrenzte Erweiterung und die bewusste Beherrschung neuer Biotope. Die Gestaltung und Herstellung eigener, als vorteilhaft angesehener Lebensbedingungen ist dabei ein zentrales Element. Das einzige Lebewesen, was diese neueste und höchste Form der Evolution erreicht hat, ist nach seiner Definition der Mensch. Der Mensch wird hier gesondert betrachtet. Er entwickelt sich durch die Epimorphose de facto unabhängig von allen anderen Lebewesen, die nicht die Möglichkeit einer rücksichtslosen und unbegrenzten Erschließung neuer Biotope aufweisen.

3 Kritik

Die Epimorphose in Schmalhausens Sinn widerspricht in vielen Punkten der Evolutionstheorie. Außerdem beschreibt der Begriff der Epimorphose ein anderes biologisches Phänomen, nämlich den Ersatz verlorengegangener Körperteile (z. B. beim Molch).

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Fachgebiete: Biologie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Mai 2012 um 10:39 Uhr bearbeitet.

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