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Eigendiagnose

Synonym: Selbstdiagnose

1 Definition

Der Begriff Eigendiagnose bezeichnet in der Medizin eine Diagnose, die vom Erkrankten selbst gestellt wurde.

2 Hintergrund

Bei einer Eigendiagnose bewertet der Patient seine Symptome sowie ggf. die Ergebnisse ihm zur Verfügung stehender diagnostischer Tests auf der Basis seines medizinischen Wissens. Die Qualität der Eigendiagnose ist u.a. abhängig von der Güte der Eigenbeobachtung, von der adäquaten Bewertung der Symptome sowie vom medizinischen Kenntnisstand. Gerade bei chronisch Erkrankten, die über ihre Krankheit sehr gut informiert sind, sind Eigendiagnosen häufig richtig und erleichtern dem behandenden Arzt das Management des Patienten.

Auch Eigendiagnosen von weniger informierten Laien sollten vom behandelnden Arzt nicht einfach verworfen werden. Die Beobachtungen des Patienten können auch bei falscher Interpretation wichtige anamnestische Hinweise liefern.

Falsche Eigendiagnosen werden häufig im Rahmen einer Hypochondrie oder Cyberchondrie gestellt. Sie sind ein zunehmendes Phänomen, da der Zugang zu medizinischen Informationen durch das Internet deutlich erleichtert ist. Ursächlich ist meist eine Fehldeutung physiologischer Abläufe oder eine Übertreibung eigentlich banaler Symptome.

Für den behandelnden Arzt kann es manchmal trotz eindeutiger diagnostischer Belege schwierig sein, den Patienten davon zu überzeugen, dass seine Eigendiagnose falsch ist.

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Fachgebiete: Allgemeinmedizin

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