Dynamikbereich (Radiologie)
Englisch: dynamic range
Definition
Der Dynamikbereich bezeichnet den Bereich der Signalintensitäten, den ein Bildgebungssystem erfassen und darstellen kann. Er beschreibt das Verhältnis zwischen dem größten und dem kleinsten noch detektierbaren Signal.
Physikalischer Hintergrund
Der Dynamikbereich ergibt sich aus den Eigenschaften des Detektors und der Signalverarbeitung. Er kann als Verhältnis zwischen maximaler und minimaler messbarer Signalintensität angegeben werden:
mit
- = maximal messbares Signal
- = kleinstes noch detektierbares Signal
Häufig wird der Dynamikbereich auch logarithmisch angegeben.
Bedeutung in der Radiologie
Ein großer Dynamikbereich ermöglicht die gleichzeitige Darstellung von Strukturen mit sehr unterschiedlichen Signalintensitäten. Digitale Detektoren in der Projektionsradiographie und der Computertomographie (CT) besitzen einen deutlich größeren Dynamikbereich als klassische Film-Foliensysteme. Dadurch können sowohl stark absorbierende Strukturen (z.B. Knochen) als auch schwach absorbierende Gewebe (z.B. Weichteile oder Luft) im selben Bild dargestellt werden. Der Dynamikbereich beeinflusst daher wesentlich den Kontrastumfang und die diagnostische Nutzbarkeit radiologischer Bilder.