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Chirurgische Händedesinfektion

Englisch: surgical hand disinfection

1 Definition

Die chirurgische Händedesinfektion ist eine ärztliche Routinemaßnahme zur deutlichen Reduzierung der transienten und residenten Keimbesiedelung der Haut (Hautflora) vor chirurgischen Eingriffen oder invasiven diagnostischen Verfahren.

2 Vorgehen

Die chirurgische Händedesinfektion wird mit einer alkoholischen Desinfektionslösung oder speziellen Waschlotionen vorgenommen. Beim Entnehmen der Desinfektionslösung aus dem Spender wird der Spenderbügel mit dem Ellenbogen bedient. Die genaue Einwirkzeit richtet sich nach Herstellerangaben und beträgt in der Regel etwa 3-5 Minuten.

Zur eigentlichen Desinfektion kann nach der so genannten 3er Regel vorgegangen werden:

  • 1. Minute: Die Lösung wird in die Haut über die volle Länge von den Fingerspitzen bis zum Ellenbogen eingerieben.
  • 2. Minute: Es wird 1 Minute lang über die Handschuhlänge desinfiziert.
  • 3. Minute: Es werden ausschließlich die Hände selbst eingerieben.

Während der Desinfektion sollte der Arzt keine nicht-desinfizierten Hautbereiche oberhalb des Ellenbogengelenks berühren.

Das früher propagierte "Schrubben" der Haut mit Bürsten ist wegen der daraus resultierenden Mikroverletzungen obsolet. Vor der ersten Operation des Tages sollte der Operateur lediglich Fingernägel und Nagelfalz mit einer weichen, keimfreien Nagelbürste desinfizieren. Die Nägel selbst sollten kurz gehalten werden.

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