Cepellini-Effekt
nach dem italienischen Immunogenetiker Ruggero Ceppellini (1917–1988)
Definition
Als Cepellini-Effekt wird der Umstand bezeichnet, dass der Rhesusfaktor (Rhesus-D) abgeschwächt exprimiert wird, wenn das Rhesus-Merkmal C sich genetisch in Trans-Stellung befindet.
Beispiel
Die häufige Rhesusformel CcD.ee kann auf mehreren Allel-Konstellationen beruhen, darunter CDe/cde (typisch), aber auch cDe/Cde (selten). Im zweiten Fall liegt eine Konstellation vor, die den Cepellini-Effekt hervorrufen kann, da das Merkmal D und das Merkmal C auf verschiedenen Allelen liegen (Trans-Konstellation).
Die Schreibweise dient nur der Anschaulichkeit, tatsächlich wird das Rhesus-System durch zwei getrennte Gene RHD und RHCE kodiert.
Quelle
- Cepellini R et al, An Interaction Between Alleles At The Rh-Locus in Man Which Weakens The Reactivity Of The Rh0 Factor (Du). PNAS 1955; 41, 283-288
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Fachgebiete:
Transfusionsmedizin
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Letzter Edit:
27.02.2026, 14:19
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