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Beleuchtungsstärke

Synonym: Lichtstromdichte
Englisch: illuminance

1 Definition

Die Beleuchtungsstärke ist ein Maß für den Lichtstrom pro Fläche, der auf ein beleuchtetes Objekt tritt.

2 Nomenklatur

Im Gegensatz zur Beleuchtungsstärke beschreibt die Lichtstärke (luminous intensity) den raumwinkelbezogenen Lichtstrom einer Lichtquelle. Ihre SI-Einheit ist Candela.

3 Physik

Die SI-Einheit der Beleuchtungsstärke ist Lux (lx) und ergibt sich aus dem Lichtstrom (gemessen in Lumen) pro Flächeneinheit (gemessen im Quadratmetern). Ein moderner Operationssaal hat typischerweise eine Beleuchtungsstärke von 160.000 lx. Eine durchschnittliche Straßenbeleuchtung 10 lx.

Das fotometrische Entfernungsgesetz besagt, dass die Beleuchtungsstärke mit dem Quadrat des Abstands abnimmt. Die Lichtstärke ist entfernungsunabhängig. Sendet eine Lichtquelle ein Licht mit der Lichtstärke 1 Candela in Richtung einer Fläche in einem Meter Entfernung senkrecht zur Strahlrichtung, erzeugt sie dort die Beleuchtungsstärke 1 Lux. Diese Regelung ist jedoch von bestimmten Voraussetzungen abhängig, die in der Praxis nicht immer gegeben sind, sodass oft aufwändigere Rechenverfahren notwendig sind.

4 Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz

Beim Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten müssen Mindestwerte der Beleuchtungsstärken eingehalten werden.[1] Beispielsweise sind für Flure in Gesundheitseinrichtungen während des Tages ein Mindestwert von 200 lx gefordert.

5 Biologie

Die Beleuchtungsstärke, bei der die physiologisch maximal mögliche Fotosyntheserate bei Pflanzen erreicht wird, nennt man Lichtsättigung. Eine Erhöhung der Lichtintensität über diesen Lichtkompensationspunkt würde zu Schäden durch Fotoinhibiton führen. Die Lichtsättigung tritt jedoch nur bei C3-Pflanzen auf.

6 Lichttherapie

Bei diversen Krankheiten kann eine Lichttherapie angewendet werden, insbesondere für unipolare Depression, die einem saisonalen Muster folgt, wenn auch weitere Daten zum Wirksamkeitsnachweis notwendig sind. Meist werden die Patienten hellem Kunstlicht mit einer Exposition von 10.000 Lux für eine halbe Stunde ausgesetzt. Als Wirkmechanismus wird der Einfluss auf die zirkadianen Rhythmen und Melatonin-Ausschüttung vermutet.

7 Quellen

  1. ASR A3-4 Beleuchtung, abgerufen am 23.07.2019

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