Banding
Englisch: banding artifact
Definition
Banding bezeichnet ein Bildartefakt, bei dem kontinuierliche Helligkeits- oder Intensitätsverläufe in diskrete, stufenförmige Bereiche zerfallen. Dadurch entstehen sichtbare Streifen oder Bänder im Bild. Das Artefakt entsteht meist durch eine zu geringe Grauwertauflösung infolge unzureichender Quantisierung eines digitalen Signals.
Physikalischer Hintergrund
Bei der Digitalisierung eines analogen Signals werden kontinuierliche Signalwerte auf eine begrenzte Anzahl diskreter Intensitätsstufen abgebildet. Ist die Anzahl der verfügbaren Graustufen zu gering, können feine Intensitätsunterschiede nicht mehr kontinuierlich dargestellt werden. Statt eines glatten Helligkeitsverlaufs entstehen dann sichtbare Intensitätssprünge zwischen benachbarten Grauwerten. Diese erscheinen im Bild als Streifenmuster. Banding tritt besonders in Bereichen mit gleichmäßigem Intensitätsgradienten auf.
Bedeutung in der medizinischen Bildgebung
In der radiologischen Bildgebung kann Banding auftreten, wenn
- die Bit-Tiefe eines Bildes zu gering ist
- Bilddaten stark komprimiert werden
- aggressive Bildnachverarbeitung angewendet wird
- Rekonstruktionsalgorithmen Intensitätswerte stark glätten
Digitale radiologische Systeme verwenden daher typischerweise hohe Bit-Tiefen (z.B. 12–16 Bit), um eine ausreichende Kontrastauflösung sicherzustellen.