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Stattlicher Kahlkopf

(Weitergeleitet von Azurblauverfärbender Kahlkopf)

Synonyme: azurblauverfärbender Kahlkopf, Psilocybe azurescens

1 Definition

Der Stattliche Kahlkopf (Psilocybe azurescens) gehört zu den psychoaktiven Pilzen der Familie der Träuschlingsverwandte (Strophariaceae).

2 Systematik

  • Klasse: Agaricomycetes
    • Unterklasse: Agaricomycetidae
      • Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
        • Familie: Träuschlingsverwandte (Strophariaceae)
          • Gattung: Psilocybe
            • Art: Stattlicher Kahlkopf

3 Merkmale

Der Hut des Stattlichen Kahlkopfes ist etwa 3 bis 10 cm breit und ist kastanienbraun bis ockergelb-braun gefärbt. Er ist kugelig gewölbt, wird aber mit dem Alter immer flacher und ist von einer Gallerthaut überzogen. Die Lamellen sind braun gefärbt, breit angewachsen und stehen dicht zusammen, meist mit zwei Schichten Zwischenlamellen. Die Sporenpulverfarbe ist meist purpurbraun bis purpurschwarz.

An verletzten Stellen zeigt das Fleisch des Pilzes eine schnell auftretende, indigoblaue Verfärbung, worin der lateinische Name seinen Ursprung hat. Der weißlich überfaserte Stiel ist etwa 9 bis 20 cm lang und besitzt an Druckstellen häufig stark blaue Myzelbüschel. Der Geruch des Pilzes ist neutral bis leicht mehlig, der Geschmack sehr bitter. Er gehört zu den Saprobien und ernährt sich totem organischen Material, vorwiegend von Holzresten.

4 Verbreitung

Der Stattliche Kahlkopf bevorzugt feuchte Umgebung mit Holzresten, also Wälder oder Gärten im Spätsommer bis Spätherbst. Erstmals entdeckt wurde er in Oregon in den Vereinigten Staaten, wegen seiner psychoaktiven Wirkung wird er jedoch auch in anderen Gebieten angebaut.

5 Inhaltsstoffe

Der Pilz ist aufgrund seines hohen Psilocybingehaltes bekannt, dabei enthält er in etwa 1,78 % Psilocybin, 0,38 % Psilocin und 0,35 % Baeocystin in der Trockenmasse. Aufgrund der sehr hohen Mengen von Psilocybin und Psilocin ist das Sammeln und der Besitz des Pilzes in Deutschland verboten.

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Fachgebiete: Biologie

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