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Arzneimittelfestbetrag

1 Definition

Als Festbetrag wird im deutschen Gesundheitssystem eine Höchstgrenze bezeichnet, bis zu der die GKV bestimmte Arzneimittel und Hilfsmittel bezahlen.

2 Hintergrund

Im Rahmen des Gesundheitsreformgesetzes 1989 unter Bundesarbeitsminister Norbert Blüm wurden Festbeträge erstmals eingeführt. Ziel war, dem Anstieg der Arzneimittelausgaben mittels Preisregulierung zu begegnen. Die rechtliche Grundlage findet sich in § 35 und § 36 SGB V. Eine Differenz zwischen dem Festbetrag und dem Verkaufspreis eines Arzneimittels muss der Patient selbst tragen.

Im ersten Schritt bestimmt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Wirkstoffgruppen, für die Festbeträge festgelegt werden können. Bei diesen Gruppen gibt es drei verschiedene Stufen:

  • Stufe 1: Arzneimittel mit denselben Wirkstoffen
  • Stufe 2: Arzneimittel mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen, insbesondere mit chemisch verwandten Stoffen
  • Stufe 3: Arzneimittel mit therapeutisch vergleichbarer Wirkung, insbesondere Arzneimittelkombinationen.

Im zweiten Schritt setzt der GKV-Spitzenverband die Festbeträge fest.

3 Weblinks

Tags:

Fachgebiete: Medizinrecht

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