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Weber-Versuch

nach dem deutschen Arzt Ernst Heinrich Weber (1795-1878)

1 Definition

Der Weber-Versuch ist ein schnell durchführbarer, klinisch orientierender Hörtest mithilfe einer Stimmgabel.

2 Durchführung

Im Weber-Versuch wird die Kopfknochenleitung eines mittels Stimmgabel erzeugten Tons geprüft. Dazu wird eine schwingende Stimmgabel auf die Mitte des Kopfes aufgesetzt. Der Patient wird nun gefragt, ob und in welchem Ohr der Ton lauter gehört wird.

3 Interpretation der Befunde

Der Weber-Versuch erlaubt durch seine korrekte Interpretation im Zusammenhang mit dem Rinne-Versuch eine orientierende Zuordnung der Art einer Schwerhörigkeit.

Ein normalhöriger bzw. ein gleichseitig gleich schwerhöriger Patient hört den Ton der Stimmgabel nach dem Aufsetzen auf den Schädel mit beiden Ohren gleich laut. Pathologisch ist also eine Lateralisation im Weber-Versuch.

3.1 Schallleitungsschwerhörigkeit

Bei einer bestehenden Schallleitungsschwerhörigkeit wird der Ton im betroffenen Ohr lauter gehört.

3.2 Schallempfindungsschwerhörigkeit

Besteht eine Schallempfindungsschwerhörigkeit, wird der Ton im nicht betroffenen (also gesunden) Ohr besser gehört.

3.3 Physiologische Erklärung

Nach der Schallleitungstheorie von Mach ist bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit die Fortleitung des Schalls über die Gehörknöchelchenkette gestört, sodass der über Knochenleitung am Mittelohr ankommende Schall bei vorliegender Störung des Mittelohrs dort "gefangen" bleibt und nicht weitergeleitet wird.

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