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UV-Strahlung

(Weitergeleitet von UV-Strahlen)

von lateinisch: ultra - jenseits
Synonyme: Ultraviolettstrahlung, UV-Licht, Ultraviolettes Licht
Umgangssprachlich: Schwarzlicht
Englisch: UV radiation, ultraviolet light, UV-light

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

UV-Strahlung ist eine Form elektromagnetischen Strahlung. Ihr Wellenspektrum befindet sich außerhalb des für den Menschen sichtbaren Bereich des Lichts und weist Wellenlängen zwischen 1 und 380 nm auf.

2 Einteilung [bearbeiten]

Eine klare Einteilung der UV-Strahlung, die auch im täglichen Leben Anwendung findet, findet sich in der DIN Norm 5031.

Einteilung des UV-Lichts nach DIN 5031
Bezeichnung Wellenlänge
UV-A 380 nm - 315 nm
UV-B 315 nm - 280 nm
UV-C 280 nm - 100 nm

UV-C-Strahlung kann weiter in "Fernes UV" (UV-C-FUV) mit einer Wellenlänge von 280 - 200 nm und "Vakuum-UV" (UV-C-VUV) mit einer Wellenlänge von 200 - 100 nm unterteilt werden. Der in dieser Einteilung nicht erfasste Wellenbereich von 100 nm bis 1 nm wird als extremes UV-Licht (EUV, XUV) bezeichnet.

3 Quellen [bearbeiten]

UV-Licht kann sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs sein.

Quellen des UV-Lichts
natürlich Sonne, Pulsare, Fixsterne, Polarlicht, Gewitterblitze, Elmfeuer
künstlich Quecksilberdampflampen, UV-Laser, Schweißen

4 Wirkung auf Gewebe [bearbeiten]

Im physiologischen Bereich ist die Energie der UV-Strahlung (besonders UV-B) wichtig, um in der Haut Cholecalciferol aus Cholesterin zu bilden und so Mangelerscheinungen wie der Rachitis vorzubeugen.

In zu hohen Dosen hat die UV-Strahlung, die zu den ionisierenden Strahlungsformen gehört, auch sehr schädliche Wirkung. Sie ist in der Lage:

  • Atombindungen von biologischen Molekülen zu zerstören und Strangbrüche in der DNA zu verursachen, was das Risiko von Hauttumoren erhöht
  • Proteine zu denaturieren und Kollagenfasern der Haut zu zerstören, was die Hautalterung beschleunigt.
  • In höheren Dosen kann die Strahlung auch leichte Verbrennungserscheinungen als Sonnenbrand erzeugen.

Der UV-A-Anteil des ultravioletten Lichts führt vorwiegend zu indirekten DNA-Schäden und fördert die Entstehung von Melanomen. Das kurzwelligere UV-B-Licht führt hingegen eher zu direkten DNA-Schäden und regt die Melaninproduktion an.

siehe auch: Tanorexie

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Dominic Prinz schreibt seit dem 6.03.2009 im Flexikon, hat bereits 1732 neue Artikel publiziert und 5098 Artikeldetails verbessert.

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