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Retikuläre Faser

von lateinisch: reticularis - netzartig
Synonyme: Retikulinfaser, Gitterfaser, argyrophile Faser
Englisch: reticular fiber

1 Definition

Retikuläre Fasern sind ein Strukturelement der Extrazellulärmatrix.

2 Struktur

Retikuläre Fasern sind feine, netzartig angeordnete Fasern. Sie bestehen überwiegend aus Kollagen vom Typ III und werden von Retikulumzellen und Fibroblasten gebildet und sezerniert.

Retikuläre Fasern sind reich an Retikulin, einem Glykoprotein, und bilden z.B. in hämatopoetischen Organen ausgedehnte Fasergerüste. Sie sind leicht bieg- und dehnbar und verhelfen den Geweben somit zu Festigkeit und Elastizität.

3 Histologie

Retikuläre Fasern lassen sich aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung nicht mit der normalen HE-Färbung darstellen. Aufgrund ihres hohen Kohlenhydratanteils stellen sie sich am Besten mit Hilfe von Perjodsäure und Schiff-Reagens in der PAS-Färbung dar. Eine weitere Möglichkeit ist die Anfärbung mit ammoniakalischer Silbernitrat-Lösung (Tollens-Reagenz), welche die Argyrophilie der retikulären Fasern nutzt.

4 Vorkommen

Retikuläre Fasern sind ein Bestandteil des retikulären Bindegewebes und finden sich unter anderem innerhalb der lymphatischen Organe und als Bestandteil der Basalmembranen. In der Funktion eines stützenden Netzes kommen sie außerdem um Epithelzellverbände, Kapillaren, Muskelfasern, Adipozyten und periphere Nervenfasern herum vor.

Fachgebiete: Histologie

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