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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Posttraumatische Belastungsstörung

Abkürzung: PTBS
Englisch: posttraumatic stress disorder, PTSD

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Die posttraumatische Belastungsstörung ist Folge eines psychischen Traumas, welches durch ein kurz- oder langdauerndes Ereignis ausgelöst wurde, das außerhalb der üblichen Lebenserfahrungen liegt. Hierzu zählen beispielsweise Erleben von körperlicher oder seelischer Gewalt, Erleben von Katastrophen, Diagnose einer schweren Krankheit etc. Hierbei spielt das Gefühl von Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit eine große Rolle.

2 Symptome

Die Posttraumatische Belastungsstörung ist durch verschiedene Symptome geprägt:

  • Intrusion: sich aufdrängende Erinnerungen an das traumatische Erlebnis (Flashbacks, Albträume)
  • Vermeidung: der ständige Versuch Traumastimuli aus dem Weg zu gehen, z.B. Meidung von Personen, Orten oder Situationen. Dies kann zu einer Einschränkung der Alltagsbewältigung führen.
  • vegetatives Arousal: Übererregungssymptome wie Schlaflosigkeit, Schreckhaftigkeit, Konzentrationsschwäche, Zittern
  • emotionale Taubheit mit Rückzug und Teilnahmslosigkeit
  • im Kindesalter kann es zu Aggressionen kommen

Die Symptome treten in der Regel mit einer Latenz auf. Diese Verzögerung kann Tage bis Monate, manchmal Jahre dauern.

3 Epidemiologie

Abhängig ist das Auftreten von der Art des Traumas:

  • Ca. 50% Prävalenz nach Vergewaltigung
  • Ca. 25% Prävalenz nach anderen Gewaltverbrechen
  • Ca. 50% bei Kriegs- und Vertreibungsopfer
  • Ca. 15% bei Verkehrsunfallopfern
  • Ca. 15% bei schweren Organerkrankungen (Herzinfarkt, Malignome)

Die Lebenszeitprävalenz für PTSD in der Allgemeinbevölkerung liegt zwischen 2% und 7%. Die Prävalenz subsyndromaler Störungsbilder ist wesentlich höher, die Chronifizierungsneigung ist hoch.

4 Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt zum einen nach den oben genannten Symptomen. Exploration mittels Interview, Berücksichtigung des Traumas für die Beschwerdeauslösung. Hierbei sollte Vorsicht walten bzw. ein erfahrener Diagnostiker verfahren, denn es kann auch zur Symptomverschlechterung kommen. Es muss eine Abgrezung erfolgen zur akuten Belastungsreaktion, zur Anpassungsstörung und zu anderen psychischen Vorerkrankungen.

5 Therapie

5.1 Erstmaßnahmen

Zunächst wird der Patient in einer sichere Umgebung gebracht, in der keine weitere Traumatisierung erfolgen kann. Außerdem kommen zu Beginn der Therapie Entspannungsverfahren zum Einsatz. Hierdurch soll der Patient beruhigt und gestärkt werden.

In der Frühtherapie können Antidepressiva zum Einsatz kommen, um Schlafstörungen, Angsterleben, vegetative Symptome und Desintegrationsgefühl zu verhindern. Durch die Antidepressiva kommt es zu einer Unterdrückung des REM-Schlafes und dadurch zur Verhinderung von Albträumen.

5.2 Folgetherapie

Ist eine erste Stabilisierung erfolgt, kann eine Traumabearbeitung in Angriff genommen werden. Hierbei kommen verschiedene Verfahren in Betracht. In der vergangenen Zeit hat sich als Behandlungsverfahren Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) etabliert. Die Wirkung hierbei ist nicht klar, es zeigen sich aber Behandlungserfolge.

6 Prognose

Häufig kann durch diese Therapie nicht geheilt, sondern lediglich gelindert werden. Darüber sollten sich sowohl der Therapeut als auch der Patient im Klaren sein.

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