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Mammographie

von lateinisch: mamma - weibliche Brust; griechisch: graphein - zeichnen
Englisch: mammography

1 Definition

Die Mammographie ist eine radiologische Untersuchung der weiblichen Brust üblicherweise in zwei Ebenen (meist senkrecht von oben und schräg seitlich). Die in Weichstrahlentechnik hergestellten Aufnahmen ermöglichen Rückschlüsse auf krankhafte Prozesse des Mammagewebes und werden üblicherweise durch sonographische und palpatorische Befunde ergänzt.

Zur weiteren radiologischen Abklärung dienen die Galaktographie oder die Mamma-Szintigraphie mit 131J-markiertem Albumin.

2 Aussagekraft

Für Frauen unter 40 bis 50 Jahren bringt die Vorsorge-Mammografie nach derzeitigem Stand des Wissens keinen Vorteil, zumal die höhere Gewebedichte der Brüste jüngerer Frauen vermehrt zu falsch positiven Befunden führt.

Bei jungen Frauen ist die Sonographie eine gut geeignete Alternative.

3 Literatur

  • Jørgensen, Gøtzsche: Overdiagnosis in publicly organised mammography screening programmes: systematic review of incidence trends. In: BMJ 339, 2009, b2587
  • K. Kerlikowske: Breast cancer screening. In: Women and Health M. B. Goldmann, M. C. Hatch (Hrsg.), New York: Academic Press, 2000, S. 895–906.
  • E. A. Nekolla u. a.: Einführung eines Mammographiescreeningprogramms in Deutschland. Erwägungen zu Nutzen und Risiko. In: Radiologe 45, 2005, S. 245–254

Fachgebiete: Gynäkologie, Radiologie

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