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Konservierung (Biologie)

von lateinisch: conservare - bewahren
Englisch: conserved sequence

1 Definition

Konservierung bedeutet in der Biologie, dass eine Struktur bzw. eine Aminosäure- oder Nukleotidsequenz (DNA, RNA) im Lauf der Evolution weitgehend unverändert erhalten (konserviert) wurde. Sind über (evolutionär gesehen) große Zeitspannen und/oder Artgrenzen hinweg keine oder nur minimale Änderungen eingetreten, spricht man von hoch konserviert.

2 Bedeutung

Ist eine Struktur oder Sequenz hoch konserviert, spricht das für einen Vorteil des phänotypisch ausgebildete Merkmals bei wirkendem Selektionsdruck. Vor allem die Konservierung von Strukturen/Sequenzen in weit entfernt verwandten Spezies weist auf deren Erhaltung durch natürliche Selektion hin. Diese müssen daher vorteilhaft gewesen sein, etwa in Bezug auf die Physiologie, verschiedene Abwehrmechanismen oder die Fortpflanzungsfähigkeit der jeweiligen Organismen.

3 Wissenschaftliche Verwendung

Die Konservierung wird in der Biologie dazu genutzt, um den Grad der Verwandtschaft zwischen Proteinen festzustellen. Bei Proteinen sind oft nur bestimmte Aminosäuresequenzen konserviert, die für die Funktion des Proteins unabdingbar sind - z.B. weil sie an das Substrat des Proteins binden. Diese Bereiche von Proteinen bezeichnet man auch als "konservierte Motive". Auch nicht-kodierende Sequenzen, wie ribosomale RNA, Introns oder Promotorsequenzen zeigen Konservierungen und sind von Bedeutung in der Forschung. Konservierte Promotorsequenzen sind z.B. für die gerichtete Genregulation interessant.

Fachgebiete: Biochemie, Biologie

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