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Kleinhirnstiel

Synonyme: Pedunculus cerebelli, Pedunculus cerebellaris
Englisch: cerebellar peduncle

1 Definition

Als Kleinhirnstiele bezeichnet man die Verbindungen des Kleinhirns (Cerebellum) mit dem Mesencephalon, der Brücke und der Medulla oblongata, durch die afferente und efferente Fasern des Kleinhirns ziehen. Man unterscheidet zwischen

  • Pedunculus cerebellaris superior
  • Pedunculus cerebellaris medius
  • Pedunculus cerebellaris inferior

2 Anatomie

2.1 Pedunculus cerebellaris inferior

Der Pedunculus cerebellaris inferior ist ein dicker Faserstrang im dorsalen Teil der Medulla oblongata. Er liegt zwischen dem kaudalen Teil des 4. Hirnventrikels und den Wurzeln des Nervus glossopharyngeus und des Nervus vagus.

2.1.1 Afferenzen

Durch den unteren Kleinhirnstiel verlaufen:

2.1.2 Efferenzen

Als einzige Efferenz zieht der Tractus cerebellovestibularis zu den Nuclei vestibulares.

2.2 Pedunculus cerebellaris medius

2.2.1 Afferenzen

Der Tractus pontocerebellaris aus der Brücke (Pons) zieht als einzige Bahn (gekreuzt) durch den mittleren Kleinhirnstiel. Die Fasern des Tractus pontocerebellaris stammen zuvor aus den Fibrae corticopontinae, die Informationen vom primärmotorischen Kortex zu den Nuclei pontis übertragen.

2.2.2 Efferenzen

Der Pedunculus cerebellaris medius ist ein ausschließlich afferenter Schenkelteil des Kleinhirnstiels und führt somit keine efferenten Neurone.

2.3 Pedunculus cerebellaris superior

2.3.1 Afferenzen

Der Tractus spinocerebellaris anterior führt propriozeptive Afferenzen aus dem ipsilateralen Rückenmark zum Kleinhirn.

2.3.2 Efferenzen

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