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Immunglobulin E

(Weitergeleitet von IgE)

Synonyme: IgE, IgE-Antikörper, Reagin (obsolet)

1 Definition

Als Immunglobulin E bezeichnet man eine Unterklasse von Antikörpern.

2 Funktion

In freier Form im Plasma kommt IgE praktisch nicht vor. IgE-Moleküle findet man auf den Zellmembranen von Mastzellen, eosinophilen Granulozyten und basophilen Granulozyten. Dieses Bindungsverhalten der IgE beruht auf dem Vorhandensein von Rezeptoren für den Fc-Teil der IgE auf den oben genannten Zelltypen.

Auf die Bindung von passendem Antigen auf membranständigen IgE folgt die Ausschüttung von Mediatorensubstanzen (u.a. Histamin) einer anaphylaktischen Reaktion.

Eine weitere wichtige Funktion haben IgE im Rahmen der Abwehr von Infektionen mit Parasiten.

3 Biochemie

IgE liegt als Monomer mit einem Molekulargewicht von 190 kDa vor. Es besitzt in dieser Form zwei Antigenbindungsstellen.

4 Labordiagnostik

Die IgE-Serumkonzentration ist normal bis 600 Mikrogramm/Liter (600 ng/ml). Die IgE-Syntheserate beträgt unter Normalbedingungen 3 Mikrogramm IgE/kg/Tag. Die Halbwertszeit des freien IgE im Blut beträgt 2-3 Tage. Die IgE-Antikörper, die an Mastzellen gebunden im Blut zirkulieren, können eine Lebensdauer von mehreren Jahren aufweisen.

Bei Patienten, die mit dem IgE-Antikörper Omalizumab behandelt werden, sind IgE-Messwerte nicht interpretierbar, da auch der inaktive Komplex von IgE und IgE-Antikörper mitbestimmt wird.

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