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Homöostase

von griechisch: ὁμοιοστάσις ("homoiostasis") - Gleichstand
Englisch: Homeostasis

1 Definition

Der Begriff Homöostase beschreibt in der Physiologie die Aufrechterhaltung weitgehend konstanter Verhältnisse in einem offenen System. Hömoostase erzeugt ein dynamisches Gleichgewicht und ist damit ein essentielles Prinzip für die Lebenserhaltung und Funktion eines Organismus oder eines Organs. Das zugehörige Adjektiv lautet homöostatisch.

2 Hintergrund

Der Begriff der Homöostase wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch Walter B. Cannon (1871 - 1945) geprägt, die mathematische Theorie wird heute durch die kybernetische Systemtheorie weiterentwickelt.

3 Physiologie

Mechanismen, die zur Homöostase beitragen sind Regelkreise, Efferenzkopien (Reafferenzprinzip) und Antagonistische Redundanz. Ein Beispiel für Homöstase ist der Blutdruck und seine Regulation. Steigt oder sinkt der Blutdruck zu stark, werden vom Organismus gegenregulatorische Maßnahmen zur Erhaltung der Homöostase ergriffen.

siehe auch: Allostase, Heterostase

Tags:

Fachgebiete: Physiologie

Ich habe die Definition jetzt noch mal agepasst und vereinfacht.
#4 am 19.09.2017 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Letztlich hat Herr Nosek aber auch nicht ganz recht. Die Homöostase ist kein Status, sondern in der Tat eher ein Prozess. Ein Fisch in der Tiefsee hat immer die selbe Körpertemperatur (sie ist damit ein konstanter Status), aber sie ist das Resultat der immer gleichen Umwelt und nicht eines Regulationsprozesses. Daher kann man bei Tiefseefischen - trotz der Konstanz der Körpertemperatur - nicht von einer Homöostase der Temperaturregelung reden. Ein Igel dagegen hat im Winter eine Körpertemperatur von 4°C und im Sommer eine von 36°C. Sie wechselt, hat also nicht einen konstanten Status, ist aber dennoch das Resultat eines Regulationsprozesses gegenüber wechselnden Sollwerten. Es handelt sich also um eine Homöostase (mit zwei verschiedenen Sollwerten im Sinne einer Allostase, die aber nur eine Erweiterung des Homöostasebegriffs ist). Der Begriff ist aber insofern mehrdeutig als er sowohl den Prozess selbst als auch das Ergebnis der Regulation umfasst.
#3 am 19.02.2017 von Dr. Johannes W. Dietrich (Arzt)
Lieber Herr Nosek, das DocCheck Flexikon ist ein offenes medizinisches Lexikon, welches von seinen Usern gepflegt wird. Fachliches Know-How kann von den Usern im DocCheck Flexikon eingepflegt und abgerufen werden. Du kannst daher gerne Anmerkungen/ Verbesserungen selber direkt in das Flexikon einbinden.
#2 am 14.02.2017 von Julia Göntgen (Mitarbeiterin von DocCheck)
Die Definition ist falsch. Die Homöostase ist kein dynamischer PROZES, sondern ein STATUS, den man etweder hat, ( = ist gesund im breitesten Sinne des Begriffes ) oder nicht und kann ihn anstreben ( = unternimmt Schritte zur Genesung ). Also richtig wäre: Die Homöostase ist ein Zustand und physiologische Fähigkeit zur Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und Funktion eines ganzen Organismus notwendig ist.
#1 am 13.02.2017 von Peter Nosek (Sonstige)

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