Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Aequorea victoria

1 Definition

Aequorea victoria ist eine im Pazifischen Ozean vorkommende, biolumineszente Quallenart.

2 Systematik

  • Klasse: Hydrozoen (Hydrozoa)
    • Ordnung: Leptomedusae
      • Unterordnung: Conica
        • Familie: Aequoreidae
          • Gattung: Aequorea
            • Art: Aequorea victoria

3 Vorkommen

Aequorea victoria findet man im Pazifischen Ozean entlang der Nordamerikanischen Küste vom Beringmeer bis nach Kalifornien. Im späten Frühling schnürt sich die Meduse von einem sessilen Polypen ab und lebt danach im Pelagial. Die Medusen halten sich sowohl im ufernahen, als auch uferfernen Gewässern auf.

4 Merkmale

Die Qualle ist fast komplett transparent und farblos, weswegen sie schwer zu entdecken ist. Der Glockenkörper der Qualle kann zwischen 8 und 20 cm groß werden und verfügt über bis zu 100 Radiälkanäle. Im ausgewachsenen Zustand wird der Körper von etwa 150 Tentakeln umrandet. Aequorea Victoria werden hauptsächlich durch Strömungen bewegt. Die Tiere ernähren sich von weichen Organismen wie Kammquallen, aber auch kleine Krebstiere wie Ruderfußkrebse stehen auf dem Speiseplan.

5 Biolumineszenz

Der Rand des Glockenkörpers ist von hell fluoreszierenden Punkten gerahmt. Die Qualle ist dazu in der Lage, Blitze blauen Lichtes zu erzeugen, indem schlagartig Calciumionen (Ca2+) freigesetzt wird, das mit dem Photoprotein Aequorin reagiert. Zusätzlich kann Aequorin über Förster-Resonanzenergietransfer Energie an das grün fluoreszierende Protein übertragen. So entsteht das typisch grüne Leuchten.

1961 gelang es den Forschern Osamu Shimomura und Frank Johnson das Photoprotein und seinen Cofaktor Coelenterazin zu isolieren. Sie entdeckten, dass die Biolumineszenz durch Calciumionen verursacht wird. Auch GFP konnte isoliert und kloniert werden. Beide Proteine können dadurch gentechnisch hergestellt werden.

Heute wird GFP häufig in der Molekularbiologie als Reportergen eingesetzt. Für seine Forschung an dem Protein bekam Osamu Shimomura zusammen Martin Chalfie und Roger Tsien 2008 den Nobelpreis für Chemie verliehen.

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