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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Pseudarthrose

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Synonyme: Pseudoarthrose, Falschgelenk
Englisch: pseudarthrosis

1. Definition [bearbeiten]

Unter einer Pseudarthrose versteht man die mehr oder weniger bewegliche Diskontinuität eines Knochens, welche durch die ungenügende knöcherne Konsolidierung einer Fraktur entsteht.

2. Pathogenese [bearbeiten]

Ursache ist meist eine unzureichende Ruhigstellung der Fraktur, entweder bedingt durch ungenügende Frakturversorgung oder mangelnde Compliance mit zu früher Belastung. Sie führt zu einer verzögerten Kallusbildung. Als weitere Ursachen kommen unter anderem in Frage:

3. Einteilung [bearbeiten]

Je nach Kallusbildung unterscheidet man eine hypertrophe und eine atrophe Pseudarthrose.

3.1. Hypertrophe Pseudarthrose [bearbeiten]

Die hypertrophe oder vitale Pseudarthrose zeigt eine gute Vaskularisierung, eine breite Zone von Faserknorpel und besitzt die Fähigkeit zur Neubildung von Knochen. Sie bildet sich meist bei Instabiler Versorgung der Fraktur und kann durch Ruhigstellung des Frakturspalts z. B. durch eine Plattenosteosynthese, einen Fixateur oder Marknagelung beseitigt werden.

3.2. Atrophe Pseudarthrose [bearbeiten]

Bei der atrophen oder avitalen Pseudarthrose ist die Durchblutung stark vermindert. Nekrotische Fragmente im Frakturspalt verhindern die Revaskularisierung. Therapeutisch steht hier die Revision des Frakturspalts mit chirurgischer Entfernung nekrotischer oder infizierter Knochenareale im Vordergrund. Der entstandene Defekt wird durch Spongiosainterposition oder Kallusdistraktion wieder aufgebaut.

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