Tages-Lärmexpositionspegel
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LoslegenAbkürzung: LEX,8h
Englisch: daily noise exposure level
Definition
Der Tages-Lärmexpositionspegel ist der über die Zeit gemittelte Lärmexpositionspegel eines Arbeitstages, bezogen auf eine Referenzdauer von 8 Stunden. Er umfasst alle am Arbeitsplatz auftretenden relevanten Schallereignisse und dient zur Beurteilung der beruflichen Lärmexposition.
Berechnung
Der Tages-Lärmexpositionspegel wird aus dem A-bewerteten äquivalenten Dauerschallpegel (LpAeq) und der tatsächlichen Expositionsdauer berechnet:
wobei:
- LpAeq = A-bewerteter äquivalenter Dauerschallpegel
- Te = Expositionszeit
- T0 = Bezugszeit (8 Stunden)
Messung
Zur Ermittlung des Tages-Lärmexpositionspegels werden der LpAeq und die Expositionszeit eines repräsentativen Arbeitstages erfasst.[1] Die Messungen können ortsgebunden mit einem integrierenden Schallpegelmesser oder personengebunden mit einem Schallexposimeter (Lärmdosimeter) durchgeführt werden. Bei der personengebundenen Messung wird das Mikrofon ohrnah getragen.[2]
Für eine normgerechte Beurteilung ist die Messung an einem repräsentativen Arbeitstag notwendig. Bei wechselnden Tätigkeiten mit unterschiedlichen Schallpegeln werden die einzelnen Expositionen zusammengefasst.
Anforderungen an die Ermittlung der beruflichen Lärmexposition und die Bestimmung der Messunsicherheit beschreibt die DIN EN ISO 9612:2025-10.[3]
Arbeitsschutz
Nach der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) gelten folgende Auslösewerte:
- unterer Auslösewert: 80 dB(A)
- oberer Auslösewert: 85 dB(A)
Bei der Beurteilung dieser Auslösewerte wird das Tragen eines Gehörschutzes nicht berücksichtigt.
Bei Erreichen oder Überschreiten der Auslösewerte werden abgestufte Arbeitsschutzmaßnahmen ergriffen. Wird der obere Auslösewert überschritten, muss dafür gesorgt werden, dass Beschäftigte den bereitgestellten persönlichen Gehörschutz auch bestimmungsgemäß verwenden.
Abgrenzung
Vom Tages-Lärmexpositionspegel ist der Spitzenschalldruckpegel (LpC,peak) abzugrenzen. Er erfasst kurzzeitige maximale Schalldruckspitzen und beträgt hinsichtlich der unteren bzw. oberen Auslösewerte 135 bzw. 137 dB(C).
Bei erheblich schwankender Lärmexposition zwischen einzelnen Arbeitstagen kann unter bestimmten Voraussetzungen anstelle des Tages-Lärmexpositionspegels der Wochen-Lärmexpositionspegel (LEX,40h) verwendet werden.
Weblink
- institut-aser.de - Lärmrechner, abgerufen am 29.09.2026
Quellen
- ↑ Bestimmen der Lärmexposition an Arbeitsplätzen, DGUV, 2006, abgerufen am 28.09.2026
- ↑ BAuA - Lärm - Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, abgerufen am 28.09.2026
- ↑ DIN EN ISO 9612:2025-10: Akustik – Bestimmung der Lärmexposition am Arbeitsplatz – Methodik, abgerufen am 28.09.2026
Literatur
- Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV), abgerufen am 28.09.2026
- Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): TRLV Lärm, Teil 2 – Messung von Lärm, abgerufen am 28.09.2026