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Schmidt-Lanterman-Einkerbung

nach Henry D. Schmidt (1823-1888), amerikanischer Pathologe und A. J. Lanterman (1845-1898), amerikanischer Anatom
Synonyme: Spatium Schmidt-Lanterman, Schmidt-Lanterman-Segment, Lanterman-Segment, Myelin-Inzisur
Englisch: Schmidt-Lanterman cleft, Schmidt-Lanterman incisure

1 Definition

Als Schmidt-Lanterman-Einkerbungen, kurz SLE, bezeichnet man die im mikroskopischen Schnittbild erkennbaren, quer zu Faserrichtung laufenden Lücken oder Spalten in der Myelinscheide einer Nervenfaser.

In der medizinischen Literatur wird der Name "Lanterman" häufig auch mit 2 "n" geschrieben.

2 Funktion

Die Schmidt-Lanterman-Einkerbungen sind segmentierte Zytoplasmaräume der Schwann-Zellen. Diese Zytoplasmaräume werden durch Gap Junctions in den Lamellen der Myelinscheide direkt miteinander verbunden. Diese Gap-Junctions wirken als Kurzschlüsse. Durch sie können Nährstoffe und andere für den Zellstoffwechsel der Schwann-Zelle wichtige Verbindungen zwischen den Zytoplasmainseln migrieren, ohne dem Spiralverlauf der Myelinscheide zu folgen. Die Versorgungswege werden so etwa um das 1.000fache verkürzt (von mehreren mm auf wenige µm).

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