Scheimpflug-Regel
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Definition
Die Scheimpflug-Regel ist ein geometrisch-optisches Prinzip der Fotografie und Bildgebung, nach dem eine gleichzeitige scharfe Abbildung von Objektebenen möglich ist, die nicht parallel zur Bildebene liegen, wenn Objektebene, Linsenebene und Bildebene sich in einer gemeinsamen Geraden schneiden.
Hintergrund
Die Scheimpflug-Regel wurde ursprünglich in der technischen Optik und Fotografie beschrieben und hat besondere Bedeutung für Anwendungen, bei denen geneigte oder gekrümmte Strukturen mit großer Tiefenausdehnung scharf erfasst werden müssen. In der Medizin, insbesondere in der Augenheilkunde, bildet sie die physikalische Grundlage der Scheimpflug-Tomographie, wie sie bei der Tomographie des vorderen Augenabschnitts eingesetzt wird.
Durch gezielte Neigung der optischen Elemente kann die Schärfeebene an die Form des abzubildenden Objekts angepasst werden. Dies erlaubt eine präzise Darstellung transparenter und gekrümmter Strukturen, die mit konventioneller, parallel ausgerichteter Optik nur eingeschränkt oder mit geringer Tiefenschärfe erfassbar wären.
Bedeutung in der Augenheilkunde
n der ophthalmologischen Diagnostik ermöglicht die Anwendung der Scheimpflug-Regel die scharfe Abbildung von Hornhaut, Vorderkammer und Linse über ihre gesamte Tiefe hinweg. Sie ist damit eine zentrale Voraussetzung für tomographische Verfahren, die eine dreidimensionale Rekonstruktion des vorderen Augenabschnitts erlauben und quantitative Messungen von Krümmung, Dicke und Geometrie ermöglichen.
Abgrenzung
Die Scheimpflug-Regel beschreibt ein reines Abbildungsprinzip und ist von den darauf aufbauenden diagnostischen Verfahren zu unterscheiden. Sie stellt keine Messmethode an sich dar, sondern die optische Voraussetzung, auf der bestimmte bildgebende Systeme basieren.