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Pleurareiben

1 Definition

Von Pleurareiben spricht man, wenn die beiden Pleurablätter nicht störungsfrei aneinander vorbei gleiten, sondern es durch Entzündungen oder Verletzungen zu einer teilweisen Adhäsion beider Blätter kommt, die sich bei der Auskultation als Reibegeräusch bemerkbar macht.

2 Hintergrund

Im physiologischen Zustand gleiten die Pleurablätter aufgrund des zwischen ihnen liegenden flüssigkeitsgefüllten Gleitspaltes (Pleuraspalt) bei der Atmung nahezu ohne Reibung aneinander vorbei. Nach einer Entzündung (Pleuritis) oder nach Verletzungen (z.B. Rippenfraktur) kann es durch bindegewebige Reparaturvorgänge bzw. Bildung von Fibrinfäden im Pleuraspalt zu lokalen Verklebungen beider Pleurablätter kommen.

Im Rahmen einer Pleuritis sicca lässt sich bei der Auskultation ein Pleurareiben wahrnehmen, das an ein Aneinanderreiben von trockenem Leder erinnert, das sogenannte "Lederknarren".

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Fachgebiete: Allgemeinmedizin

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