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Masturbation

Synonym: Selbstbefriedigung, Autoerotik, Ipsation, Onanie

1 Definition

Masturbation bezeichnet eine willentliche, aktive Reizung der Geschlechtsorgane mit dem Ziel, einen Orgasmus zu erleben und dadurch sexuelle Befriedigung zu erfahren. Dies kann entweder mit den Händen, oder diversen Hilfsmitteln geschehen.

2 Begrifflichkeit

Die genaue Herkunft des Wortes Masturbieren ist nicht zweifelsfrei geklärt. Als wahrscheinlich gilt folgender Erklärungsansatz: Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und enthält die zwei Silben:

  • mas: steht für maskulin, also männlich
  • turbare: heftige Bewegungen ausführen

Eine andere, aus dem Mittelalter stammende Erklärung, scheint vielen Fachleuten als wesentlich unwahrscheinlicher. Es geht dabei um eine Ableitung des lateinischen Begriffes manustupratio, welches sich wie folgt zusammensetzt:

3 Arten der Masturbation

  • in den mit Abstand meisten Fällen handelt es sich bei der Masturbation um eine autosexuelle Handlung, die eine sexuelle Erregung bzw. Befriedigung herbeiführen soll, ohne dabei einen Geschlechtsakt durchführen zu müssen und auf einen Sexualpartner angewiesen zu sein.
  • in einigen Fällen wird die Selbstbefriedigung auch von einem anwesenden Partner durchgeführt, was von Prinzip das Selbe Ziel bringen kann, bei dem aber der autosexuelle Charakter fehlt, da eine andere Person in das Prozedere mit eingebunden ist und dieses ebenfalls als sexuell erregend ansehen kann
  • sowohl autosexuell, als auch mit einem Partner geschieht die häufigste Form der Masturbation durch den Einsatz der Hände
  • Masturbation kann – mit oder ohne Sexualpartner – auch durch eine Reihe von Gegenständen, häufig spezialisierte Artikel (Sexspielzeug) vollzogen werden

4 Bedeutung

Neben dem Geschlechtsverkehr als solches stellt die Masturbation die mit Abstand häufigste Form der sexuellen Praktik dar. Dem Einzelnen erlaubt sie das Erlangen eines sexuellen Höhepunktes, ohne auf einen Partner angewiesen zu sein. Viele schätzen die Selbstbefriedigung als Befriedigungsart, in der man seine Gedanken jenseits irgendwelcher Regeln und Zwänge durchleben darf. Aber auch als partnerschaftliche Praktik ist die Masturbation weit verbreitet, da sowohl das Beobachten des Partners, als auch das selbstständige masturbieren beim Partner sexuelle Erregung bei beiden Beteiligten auslöst. Auch im Rahmen des Petting ist Masturbation eine beliebte Praktik.

5 Medizinische Bedeutung

  • entgegen der früher häufig verbreiteten Ansicht geht von der Masturbation in keinster Weise irgendeine gesundheitliche Gefahr aus; im Gegenteil: Sie ist Teil der normalen sexuellen Entwicklung.
  • es existieren Vermutungen, dass regelmäßiges Masturbieren beim Mann das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, senkt
  • als krankhaft wird Masturbation dann angesehen, wenn sie in einer vollkommen überzogenen Häufigkeit, oder bewusst in der Öffentlichkeit vollzogen wird

Fachgebiete: Sexualmedizin

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