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Magnetoenzephalographie

(Weitergeleitet von Magnetenzephalographie)

von griechisch: encephalon - Gehirn; graphein - schreiben
Synonyme: Magnetenzephalographie, MEG
Englisch: magnetoencephalography

1 Definition

Die Magnetoenzephalographie oder kurz MEG ist ein nicht-invasives, neurologisches Untersuchungsverfahren zur Darstellung der Magnetfelder, die durch die neuronale Aktivität des Gehirns entstehen. Es findet seine Anwendung hauptsächlich in der Forschung.

2 Durchführung

Da die Magnetfelder des Gehirns sehr schwach sind, wird die Messung in einer elektromagnetisch abgeschirmten Kabine durchgeführt. Die Methode kann kleinste Magnetfelder im Gehirn detektieren. Dabei wird meist ein helmartiger Körper mit Sensoren verwandt. Die Sensoren werden mit flüssigem Helium auf eine Temperatur nahe 0° Kelvin gekühlt und können so ihre supraleitenden Eigenschaften entwickeln. Es ist sowohl eine gute räumliche Lokalisation durch räumliche Filter, als auch eine Analyse auf Frequenzebene möglich.

Ähnlich wie beim EEG ist es jedoch nur sehr schwer möglich, Aussagen über elektrophysiologische Veränderungen in tieferen Hirnregionen, wie beispielsweise den Basalganglien, zu machen. Außerdem ist alleine die Kühlung in der Betriebszeit sehr teuer.

3 Klinische Indikationen

  • Prächirurgische Epilepsie-Diagnostik zur Bestimmung der irritativen Zone bzw. zum funktionellen Mapping eloquenter Hirnareale
  • Planung komplexer neurochirurgischer Eingriffe am Gehirn

4 Forschungsindikationen

  • Erklärung der neuronalen Verarbeitung von Bewegungsabläufen und Synchronisation verschiedener Hirnareale
  • Aufklärung der Ätiologie von Tremor
  • u.a.m.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. November 2014 um 01:12 Uhr bearbeitet.

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