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Kohäsion (Psychologie)

1 Definition

In der Sozialpsychologie versteht man unter Kohäsion das Ausmaß des Gruppenzusammenhalts durch das so genannte "Wir-Gefühl".

2 Hintergrund

Kohäsionsfaktoren veranlassen ein Individuum, länger oder kürzer zu einer Gruppe gehören zu wollen. Zu diesen Faktoren gehören u.a.:

  • Attraktivität der Gruppe oder deren Mitglieder (Status/Ansehen derer, die dazu gehören)
  • Attraktivität der Gruppenaktivitäten und Ausmaß an individueller Befriedigungsmöglichkeit
  • Gegenseitige Vorlieben der Mitglieder
  • Gruppenstolz

Der Kohäsions-Leistungszusammenhang wird maßgeblich durch die Attraktivität der Gruppenaufgabe bestimmt. Zu hohe Kohäsion kann zu angepasstem und "gleichgeschaltetem Denken" führen und damit in Arbeitsgruppen die Fähigkeit zu kreativen Lösungen einschränken.

Das Ausmaß an Gruppenkohäsion ist in Gruppenprozessen in der Gruppenpsychotherapie ein wichtiger diagnostischer Faktor für den Therapeuten.

3 Beispiel

Aufgabe des DFB-Bundestrainers ist es, vor und während einer WM möglichst schnell die Gruppenkohäsion zu fördern, damit sich aus individuellen Profifußballern ein arbeitsteiliges Team bildet.

Tags:

Fachgebiete: Psychologie

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Juli 2014 um 15:39 Uhr bearbeitet.

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