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Invalidität

von lateinisch: invalidus - kraftlos, schwach

1 Definition

Bei Invalidität handelt es sich um einen früher gebräuchlichen Begriff für eine dauerhafte Beeinträchtigung des körperlichen und/oder geistigen Zustands eines Menschen (durch eine angeborene Behinderung, eine Erkrankung oder einen Unfall), der mit einer teilweisen oder vollen Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung einherging.

2 Bedeutung des Begriffs für...

Der Begriff der Invalidität war früher im Sozialgesetzbuch verankert, wurde jedoch in der BRD 1957 durch Berufsunfähigkeit und verminderte Erwerbsfähigkeit abgelöst. Für die private Unfallversicherung ist der Begriff nach wie vor gebräuchlich.

Der Begriff Invalidität ist versicherungstechnisch von Bedeutung für...

2.1 ...die gesetzliche Rentenversicherung

In Deutschland ist jeder Arbeitnehmer, der durch körperliche (oder geistige) Behinderung/Erkrankung nicht mehr im Stande ist, seinen Lebensunterhalt mit der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zu verdienen, dank der gesetzlichen Rentenversicherung durch eine Rente wegen vollständiger oder teilweiser Erwerbsminderung gesichert. Früher wurde diese Rente als Invaliditätsrente, nach 1957 in der BRD als Erwerbsunfähigkeitsrente bezeichnet.

Wer früher invalide wurde, bekam eine Invalidenrente. Wer seitdem bezugsberechtigt für eine Invalidenrente ist, hat auch heute noch Anspruch darauf. Wer heute wegen körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeitsfähig ist, hat gesetzlich Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung (welche deutlich geringer ausfällt als die frühere Invalidenrente). Wer vor 1961 geboren wurde, erhält im Falle der "Berufsunfähigkeit" noch Unterstützung von der gesetzlichen Rentenversicherung (seit Januar 2001 gibt es die einstige Rente wegen "Berufsunfähigkeit" nur noch in Form einer Rente wegen teilweisen Erwerbsminderung für Versicherte, die vor 1961 geboren wurden). Alle jüngeren Personen müssen sich jedoch privat zusatzversichern wenn Sie ein Ersatzeinkommen im Falle der Berufsunfähigkeit wünschen.

Außerhalb der gesetzlichen Versicherung wird der Begriff Berufsunfähigkeitsversicherung verwendet. Diese kann privat als Zusatzversicherung (Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, kurz BUZ) zu einer Rentenversicherung (und Lebensversicherung), oder als selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (kurz SBU) abgeschlossen werden.

2.2 ...die private Unfallversicherung

Im Falle, dass der Versicherte durch einen Unfall invalide wird, leistet die private Unfallversicherung eine Einmalzahlung sowie Unfalltagegeld und Krankentagegeld. Die Höhe der Versicherungsleistung ist abhängig vom Ausmaß/Grad der Invalidität. Der Invaliditätsgrad wird durch eine Gliedertaxe (Liste der Unfallversicherung zur Bestimmung des Grades der Invalidität) festgelegt. Zur Inanspruchnahme der Versicherungsleistungen ist eine fristgemäßen Geltendmachung und ärztlichen Feststellung einer Invalidität erforderlich.

3 Links

vergleiche auch verminderte Erwerbsfähigkeit (früher Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit).

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