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Carl Rogers

1 Definition

Carl Ransom Rogers ist ein wichtiger Vertreter der humanistischen Psychologie und insbesondere für die Entwicklung der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie bekannt. Er wurde 1902 in Oak Park, USA, geboren und starb 1987 in La Jolla, USA.

2 Biografie

Rogers studierte zunächst an der Universität von Wisconsin Agrarwissenschaften und später Geschichte. Nach Abschluss des Bachelors in Geschichte begann er ein Studium der Theologie, welches er jedoch zugunsten der Psychologie abbrach.[1] In der Folgezeit arbeitete er zunächst als Erziehungsberater, später als Kinderpsychotherapeut. In dieser Zeit entwickelte er seinen therapeutischen Ansatz, der sich deutlich von psychoanalytischen Ausgangspunkten absetzte und in seinem 1939 erschienenen Buch über die Behandlung von Problemkindern erstmals systematisiert wurde.[2]

In seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit sowie seiner klinischen Arbeit an verschiedenen Universitäten entwickelte Rogers diesen Ansatz kontinuierlich weiter und veröffentlichte eine Vielzahl von Fachartikeln und Büchern. Als sein meistrezipiertes Buch gilt "Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten".

3 Therapeutische Prinzipien

Rogers therapeutischer Ansatz ist von der Überzeugung getragen, dass "der einzelne die hinlängliche Fähigkeit hat, konstruktiv mit all jenen Aspekten seines Lebens fertig zu werden, die potentiell dem Bewusstsein gegenwärtig werden können. Das bedeutet die Schaffung einer interpersonellen Situation, in der […] dem Klienten Material zu Bewusstsein kommen kann […]."[3]

Die dadurch geschaffene Beziehung bezeichnet Rogers als "hilfreiche Beziehung" und sieht diese als ein Modell zwischenmenschlicher Interaktion, das auch außerhalb des therapeutischen Kontextes in der Schule, der Verwaltung und anderen Zusammenhängen einsetzbar ist.

Rogers identifiziert drei wesentliche Faktoren, die für den Erfolg der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie zentral sind.[4] Diese sind:

  • Kongruenz,
  • bedingungslose positive Zuwendung und
  • empathisches Verstehen.

4 Ausbildung

Rogers therapeutischer Ansatz wird heute unter den Bezeichnungen "Gesprächspsychotherapie", "Non-direktive Psychotherapie" und "Personzentrierte Psychotherapie" weiter geführt. Die Weiterbildung zum Therapeuten wird in Deutschland über die Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung angeboten[5].

5 Quellen

  1. Rogers, Carl R. (2004): Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 23ff
  2. Rogers, Carl R. (1939): The clinical treatment of the problem child. Boston: Houghton Mifflin.
  3. Rogers, Carl R. (2012): Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie. Frankfurt am Main: Fischer. S. 38.
  4. Rogers, Carl R. (2004): Entwicklung der Persönlichkeit. Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 276ff
  5. GWG Website

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