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Ampulle

von lateinisch: ampulla
Englisch: ampule, ampoule, ampulla, vial

1 Definition

Als Ampulle bezeichnet man ein Behältnis, in dem viele für die parenterale Injektion bestimmte Arzneimittel steril und versiegelt aufbewahrt werden.

Im klinischen Sprachgebrauch findet der Begriff auch zur Bezeichnung ampullär aufgetriebene anatomischer Strukturen (z.B. der Ampulla recti) Anwendung.

2 Behältnisse

2.1 Typen

Man unterscheidet folgende Arten von Ampullen:

  • Glasampullen/Brechampullen: Ampullen mit abbrechbarem Hals (engl. one point cut ampule) oder Hals der mit einer Feile abgesägt werden muss
  • Stechampulle (Injektionsfläschchen): größere Ampulle mit Durchstichgummi-Stopfen
  • Spritzampullen und Einwegspritzen: Fertigspritzen aus Glas, Metall und Gummiverschluss
  • sonstige Ampullen.

2.2 Inhalt

Ampullen können flüssige oder solide Substanzen (welche vor der Injektion gelöst werden müssen) beinhalten. Es gibt verschiedene Ampullengrößen, die in der Regel ein Volumen zwischen 1 und 50 ml beinhalten. Je nach Medikament/Wirkstoff enthalten Ampullen nur ein Injektionsdosis (komplette Ampulle wird auf einmal gespritzt) oder mehrere Injektionsdosen (Ampulle enthält größeres Volumen, das in mehreren Einzeldosen gespritzt wird).

2.3 Material

Die meisten Ampullen sind aus Glas oder Kunststoff (meist Weißglas oder Braunglas, letzteres dient als Schutz von empfindlichem Inhalt vor UV-Licht). Ampullen müssen bestimmte Normen, die im europäischen Arzneibuch (Pharmacopoea Europaea) festgelegt sind, erfüllen.

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