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Zahn

(Weitergeleitet von Zähne)

Synonym: Dens (lat.)
Englisch: tooth

1 Definition

Zähne sind ein Teil des Kauapparats. Sie bestehen zum größten Teil aus den Hartsubstanzen Schmelz und Dentin, die wiederum aus Kollagen und Hydroxylapatit aufgebaut sind.

2 Funktion

Die Zähne dienen der Nahrungszerkleinerung und bereiten die Nahrungsmittel so auf die anschließende Verdauung im Gastrointestinaltrakt vor.

3 Einteilung

Das residente Gebiss des Erwachsenen enthält in der Regel 32 Zähne. Man unterscheidet:

Zu den hinteren Backenzähnen zählen auch die so genannten Weisheitszähne.

Das menschliche Milchgebiss besteht hingegen nur aus 20 Zähnen.

Die Form der Zähne ist durch ihre jeweilige Funktion während des Kauvorgangs bestimmt. Die Schneidezähne sind beispielsweise keilförmig, um das Abbeißen von fester Nahrung zu ermöglichen. Die Prämolaren und Molaren weisen dagegen Kauflächen mit einem Relief aus Höckern und Fissuren auf, die sich für ein Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung eignen.

4 Anordnung

Die Anordnung der Zähne erfolgt durch eine Einteilung in vier Quadranten, wobei die Grenze jeweils zwischen den Incisivi verläuft. Jeder Quadrant setzt sich somit (beim bleibenden Gebiss) beim Menschen zusammen aus:

  • 2 Schneidezähnen,
  • 1 Eckzahn,
  • 2 Backenzähnen,
  • 3 Mahlzähnen,

wobei der 3. Molar der sogenannte Weisheitszahn (Dens serotinus) ist. Dieser ist oft nicht voll ausgebildet oder bricht auf Grund von Platzmangel nur fehlerhaft durch.

Die sogenannte Zahnformel - es wird von den Schneidezähnen ausgegangen - gibt den Aufbau eines Quadranten im Ober- und Unterkiefer wieder.

  • Zahnformel für das bleibende Gebiss: 2-1-2-3/2-1-2-3 (x2) = 32
  • Zahnformel für das Milchgebiss: 2-1-2/2-1-2 (x2) = 20

5 Anatomie

Ein einzelner Zahn ist wie folgt aufgebaut:

  • Zahnkrone (Corona dentis): Der Teil des Zahnes, der von Zahnschmelz überzogen ist.
  • Zahnhals (Collum/Cervix dentis): Die Grenzzone zwischen Schmelz und Zement
  • Zahnwurzel (Radix dentis): Der Teil des Zahnes, der im Knochen verankert ist und von Zement überzogen ist.
  • Zahnhöhle (Cavitas dentis): Enthält die Zahnpulpa

Jeder Zahn besteht aus 4 verschiedenen Gewebetypen:

6 Innervation

Die Zähne des Oberkiefers werden von Ästen des Nervus maxillaris V₂ (Nervi alveolares superiores) innerviert. Der Nervus mandibularis V₃ (Nervus alveolaris inferior) innerviert die Zähne des Unterkiefers.

siehe auch: Zahnentwicklung

Fachgebiete: Zahnmedizin

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