Ribonukleinsäure
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Abkürzung: RNS
Englisch: "ribonucleic acid", RNA
1 Definition [bearbeiten]
Ribonukleinsäure ist eine organische Säure, die man in Form einsträngiger, fadenförmiger Makromoleküle im Zellkern und im Zytoplasma von Zellen findet. Ribonukleinsäure spielen eine Schlüsselrolle bei der Proteinbiosynthese - sie liefern die Bauanleitung der Proteine.
2 Biochemie [bearbeiten]
Biochemisch gesehen sind Ribonukleinsäuren Polymerketten, die sich aus organischen Basen, den Nukleotiden zusammensetzen. Man spricht deshalb auch von einem PolynukleotidDie menschliche RNA ist aus nur 4 Nukleotiden aufgebaut: Adenin, Guanin, Cytosin und Uracil. Jeweils drei im Polynukleotidstrang aufeinanderfolgende Nukleotide bilden das sog. Codon. Diese Sequenz legt eine bestimmte Aminosäure im Proteinbauplan fest.
Die RNA kann unterschiedliche Funktionen ausüben, und kommt deshalb in vielen Variationen vor:
- mRNA (engl.: messenger RNA). Übermittelt die Information vom Zellkern zu den Ribosomen. Dazu wird die auf der DNA liegende Information auf die mRNA kopiert. Die mRNA Kette wandert zum Ribosom, wo die Proteinbiosynthese stattfindet.
- tRNA (engl.: transfer RNA). Hilfsmolekül bei der Proteinbiosynthese, das eine einzelne Aminosäure aus dem Cytoplasma aufnimmt und zum Ribosom transportiert.
- rRNA (engl.: ribosomal RNA). Kommt in den Ribosomen vor. Die rRNA beeinflußt Struktur und Funktion der Ribosomen, die genauen Funktionen sind noch Gegenstand der Forschung.
- siRNA (engl.: small interfering RNA). Spielt eine zentrale Rolle in einem Zellprozess, der als RNAi (RNA Interferenz) bezeichnet wird.
- hnRNA (engl.: heterogeneous nuclear RNA). Primärtranskript bei Eukaryoten, das durch posttranskriptionale Modifikationen in mRNA umgewandelt wird.
Tags: Nukleinsäure
Fachgebiete: Biochemie
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