Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Pridie-Bohrung

nach Kenneth Hampden Pridie (1906–1963), englischer Chirurg und Orthopäde

1 Definition

Die Pridie-Bohrung ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Knorpeldefekten und gehört zu den markraumeröffnenden Knorpeltechniken.

2 Prinzip

Bei der Pridie-Bohrung wird durch Bohrlöcher eine Verbindung zwischen dem subchondralem Knochenmark und der Gelenkhöhle hergestellt. Das ermöglicht das Einsprossen von Blutgefäßen und damit eine bindegewebige Regeneration des verlorenen Knorpelgewebes durch Ersatzknorpel. Der entstehende Faserknorpel ist allerdings deutlich weniger belastbar als der verloren gegangene hyaline Knorpel.

3 Technik

Im ersten Schritt werden geschädigte Knorpelareale abgetragen (Débridement). Danach wird der subchondrale Knochen systematisch an mehreren Stellen jeweils 2 bis 3 mm versetzt mit Bohrlöchern von 1,5-2,5 mm Durchmesser perforiert.

4 Indikation

Wie andere markraumeröffnende Verfahren ist die Pridie-Bohrung nur bei umschriebenen Gelenkknorpeldefekten bis maximal 2,5 bis 3 cm2 indiziert.

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