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Hyaliner Knorpel

von altgriechisch: ὕαλος ("hyalos") - Glas
Englisch: hyaline cartilage

1 Definition

Hyaliner Knorpel ist eine Form des Knorpelgewebes, die sich vor allem im Gelenkknorpel findet.

2 Histologie

Der hyaline Knorpel hat im Lichtmikroskop bei HE-Färbung eine milchig, bläuliche Farbe. Im Gegensatz zum Faserknorpel kann man lichtmikroskopisch die Faserstrukturen des Kollagen (Typ II) nicht erkennen. Deshalb bezeichnet man die Kollagenfasern des hyalinen Knorpels als maskierte Fasern. Das histologische Bild ist von Chondrozyten, oft in Gruppen liegend, gekennzeichnet. Die Chondrozyten sind von einer basophilen, extrazellulären Grundsubstanz, der Knorpelmatrix umgeben. Eine Gruppe von Chondrozyten mit dem umgebenden Knorpelhof wird als "Chondron" bezeichnet.

2.1 Perichondrium

Außer beim Gelenkknorpel ist hyaliner Knorpel von einem Perichondrium (Knorpelhaut) bedeckt, welche aus zwei Lagen besteht:

  • eine äußere Faserschicht (Stratum fibrosum) aus straffem Bindegewebe. Sie fängt bei Biegung auftretende Zugkräfte auf.
  • eine innere zellreiche Schicht (Stratum chondrogenicum), welche undifferenzierte mesenchymale Zellen enthält, die sich zu Chondroblasten differenzieren können. Sie dient der Regeneration.

3 Ernährung

Hyaliner Knorpel wird nicht mit Blutgefäßen durchzogen. Die Blutgefäße reichen bis zum Perichondrium vor und versorgen von dort aus die Chondrozyten durch Diffusion durch die Knorpelmatrix, was einer mehrere Millimeter dicken Schicht entsprechen kann.

4 Vorkommen

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Fachgebiete: Histologie

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