Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Mdm2

Englisch Mdm2 p53 binding protein homologue, murine double minute (mdm) oncogene

1 Definition

Mdm2 ist ein wichtiger Regulator des Tumorsuppressorgens p53 und wurde zuerst in der Maus entdeckt. Später konnte mdm2 auch im Menschen identifiziert werden.

2 Funktionen

Mdm2 ist einer der wichtigsten negativen Regulatoren von p53 und somit ein Protoonkogen: P53 wird konstitutiv exprimiert, bei intakter DNA aber ständig sofort wieder abgebaut. Auf diese Weise wird die Konzentration von p53 äußerst gering gehalten. Der Abbau wird durch die Ubiquitinierung von p53 initiiert; für dieses Ubiquitinieren ist mdm2 als E3-Ubiquitin-Ligase verantwortlich.

Bei Stresssituationen der Zelle hingegen, wie DNA-Schädigungen, wird p53 phosphoryliert und kann nur noch schlecht von mdm2 gebunden und ubiquitiniert werden; p53 wird nicht mehr abgebaut, es akkumuliert in der Zelle und kann Signalwege aktivieren, die zur Reparatur der DNA führen oder - wenn dies nicht mehr möglich ist - zur Apoptose der Zelle.

Des weiteren kann mdm2 die Expression von p53 regulieren und umgekehrt auch p53 die von mdm2: Mdm2 hemmt die Transkription von p53. p53 bewirkt hingegen eine verstärkte Expression von mdm2. Dies ist physiologisch sinnvoll, weil p53 - nachdem der DNA-Schaden behoben ist - verstärkt abgebaut werden muss. Solange die Schädigung besteht, liegt p53 in phosphorylierter Form vor und ist vor dem Abbau geschützt.

Bei einer Vielzahl von Krebserkrankungen, wie dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom und Sarkomen, wird mdm2 deutlich verstärkt exprimiert. Ursächlich hierfür ist vermutlich eine mdm2-Genamplifikation.

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Fachgebiete: Biologie

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