Kirschner-Draht
Synonyme: Kirschner-Draht-Osteosynthese, K-Draht
Englisch: Kirschner-wire; Kirschner-wire-osteosythesis
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1 Definition [bearbeiten]
Ein Kirschner-Draht ist ein aus Edelstahl oder Titan bestehender Draht von 0,5-3 mm Dicke, der zur Osteosynthese verwendet wird. Dabei ist es möglich, die Knochenfragmente minimal-invasiv, punktuell und ohne Kompressionseffekt zu fixieren.
2 Hintergrund [bearbeiten]
Die Kirschner-Draht-Osteosynthese wurde bereits 1920 von Dr. Martin Kirschner entwickelt und wird bis heute eingesetzt. Sie zählt damit zu den ältesten, regelmäßig angewendeten Verfahren in der operativen Behandlung von Frakturen.
3 Indikationen [bearbeiten]
- Reposition und Fixierung von metaphysären Frakturen
- Diaphysäre Frakturen und Luxationen der Hand- und Fußknochen
- temporäre Arthrodese von kleinen Gelenken
- temporäre intraoperative Fixation von Bruchfragmenten
4 Vorteile und Nachteile [bearbeiten]
Vorteile der Kirschner-Draht-Osteosynthese sind der geringe operative Aufwand und die geringe Invasivität. Die Entfernung erfolgt nach Abschluss der Knochenheilung (nach ca. 4-6 Wochen). Da Kirschner-Drähte sehr biegsam sind, ist das Operationsergebnis meist nicht bewegungsstabil. Es müssen also unbedingt weitere Ruhigstellungsverfahren (z.B. Gips, Fixateur externe) zur Anwendung kommen. Nachteile des Verfahrens sind die typischen Risiken eines invasiven Eingriffes, z.B. Infektion und Narkoserisiko. Darüber hinaus kann es zur Einsteifung der Gelenke und zu einer Muskelatrophie kommen.
5 Komplikationen [bearbeiten]
- Auswandern der Drähte
- Drahtbruch
- Implantatversagen, wenn keine zusätzliche Ruhigstellung erfolgt
Tags: Fixateur, Frakturheilung, Osteosynthese
Fachgebiete: Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie
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