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Hydrozele

Synonym: Wasserbruch
Englisch: hydrocele

1 Definition

Als Hydrozele bezeichnet man die Ansammlung von seröser Flüssigkeit im Hodensack, genauer gesagt im Prozessus vaginalis peritonei.

2 Einteilung und Ätiologie

Die primäre Hydrozele ist angeboren und beruht auf einer inkompletten Obliteration des Prozessus vaginalis peritonei im Bereich des Samenstrangs (Hydrocele funiculi spermatici) oder des Hodens (Hydrocele testis).

Sekundäre Hydrozelen entstehen durch Traumen, bei Entzündungen, Hodentorsion oder Tumorleiden.

3 Klinik

Das Volumen der Hydrozele ist abhängig von der Lage und dem intraperitonealen Druck. Der Wasserbruch imponiert als einseitige Hodenschwellung, die palpatorisch prall-elastisch ist.

4 Diagnostik

Der Verdacht auf eine Hydrozele lässt sich per Diaphanoskopie und Sonographie verifizieren.

5 Differentialdiagnose

Differentialdiagnostisch muss in erster Linie ein maligner Hodentumor ausgeschlossen werden. Weitere Differentialdiagnosen sind:

6 Therapie

6.1 Primäre Hydrozele

Angeborene Hydrozelen bilden sich oftmals innerhalb des ersten Lebensjahres durch spontanen Rezessusverschluss zurück. Kann eine Herniation ausgeschlossen werden, besteht keine Operationsindikation. Persistiert die Hydrozele nach Ablauf des Jahres weiterhin, wird der Prozessus vaginalis peritonei operativ freigelegt und verschlossen (Hydrozelenoperation nach Winkelmann). Bei Komplikationen muss ebenfalls frühzeitig operativ therapiert werden.

6.2 Sekundäre Hydrozele

Bei den erworbenen Hydrozelen steht die Behandlung der Grundkrankheit im Vordergrund.

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Fachgebiete: Urologie

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