Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Glyphosat

IUPAC-Bezeichnung: N-(Phosphonomethyl)glycin

1 Definition

Glyphosat ist ein häufig als Herbizid verwendetes Phosphonat. Es gilt als korrosiv, reizend und umweltgefährdend. Das Ausmaß seiner Toxizität ist umstritten.

2 Eigenschaften

Glyphosat ist ein farbloser, geruchloser Feststoff. Es hat die Summenformel C3H8NO5P und ein Molekulargewicht von 169,07 g/mol.

Glyphosat hemmt die EPSP-Synthase, ein Schlüsselenzym im Shikimat-Weg. Der Stoffwechselweg findet in Pflanzen und Mikroorganismen zur Synthese von aromatischen Aminosäuren statt.

3 Toxikologie

Lange wurde davon ausgegangen, das Glyphosat für Mensch und Tier nicht gefährlich ist. Der Ames-Test ist negativ, die WHO hat die Verbindung 2015 aber als wahrscheinlich krebserregend für Menschen eingestuft.[1] Für Glyphosat wurden toxische Wirkungen wie z.B. Zellzyklusverlangsamung, Zytotoxizität und Förderung der Tumorpromotion bei Hautkrebszellen beschrieben.[2] [3] Ferner kann Glyphosat als Xenohormon wirken und freie Radikale bilden.

3.1 Ökotoxikologie

Durch seine einfache Struktur wird Glyphosat relativ schnell von Bodenbakterien abgebaut. Ob und in welchem Umfang sich die Verbindung in Pflanzen und letztendlich in Tieren und Menschen, die diese verzehren, anreichert, wird kontrovers diskutiert.

4 Gentechnisch veränderten Pflanzen

Gentechnisch veränderte Sojapflanzen, die in Nord- und Südamerika angebaut werden, sind gegen Glyphosat resistent. Das Herbizid kann hier besonders effektiv im Nutzpflanzenanbau zur Bekämpfung von Unkraut angewendet werden.

5 Quellen

  1. Pressemitteilung IARC Monographs Volume 112: evaluation of five organophosphate insecticides and herbicides, WHO, März 2015
  2. Marc J et al. Glyphosate-based pesticides affect cell cycle regulation. Biol Cell; 2004
  3. George J et al. Studies on glyphosate-induced carcinogenicity in mouse skin: a proteomic approach. J Proteomics; 2010

6 Literatur

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