Fasziotomie
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Synonym: Dermatofasziotomie
Englisch: fasciotomy
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1 Definition [bearbeiten]
Unter einer Fasziotomie versteht man die operative Spaltung einer Muskelfaszie.
2 Vorgehen [bearbeiten]
Im betroffenen Bereich wird durch einen Hautschnitt ein Zugang zur Faszie geschaffen. Durch die anschließende Spaltung der Faszie kommt es zu einer raschen Druckentlastung der im Fasziensack befindlichen Gewebestrukturen. Die Wunde wird nicht direkt wieder verschlossen, sondern bleibt zunächst unter ausreichendem Gewebeschutz offen, um einen erneuten Druckaufbau zu verhindern. Erst nach Rückgang der Schwellung erfolgt der sekundäre Wundverschluss. Bei größeren Gewebedefekten ist eine Defektdeckung mit Spalthaut erforderlich.
3 Indikationen [bearbeiten]
Fasziotomien dienen der Druckentlastung von Gefäßen und Nerven innerhalb räumlich begrenzter Muskellogen bei Weichteilödemen unterschiedlicher Genese. Indikationsstellungen sind u.a.
- Kompartmentsyndrom
- Tibialis-anterior-Syndrom
- Tourniquet-Syndrom
- Phlegmasia coerulea dolens
- Dermatoliposklerose
- therapieresistentes Ulcus cruris
4 Komplikationen [bearbeiten]
Die Fasziotomie weist bei rascher Durchführung eine hohe Erfolgsquote bei niedriger Komplikationsrate auf. Als Komplikationen können auftreten:
- Nervenschädigung
- überschießende Narbenbildung (Keloide)
- Narbenkontrakturen
Tags: Chirurgischer Eingriff, Faszie
Fachgebiete: Chirurgie
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