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DNA-Virus

1 Definition

DNA-Viren sind Viren, deren Erbmaterial (Genom) in Form von Desoxyribonukleinsäure (DNA) vorliegt. Die DNA wird auch als solche in die Viruspartikel (Virionen) gepackt.

2 Hintergrund

Die DNA liegt im Virus doppelsträngig oder einzelsträngig vor, Stränge bestehen entweder aus einem Stück (nicht-segmentiert) oder sind segmentiert, also auf verschiedene Stücke verteilt. Auch zirkuläre, zu einem Ring geschlossene Stränge kommen vor, ebenso wie lineare, offene Stränge.

Einzelsträngige ss-DNA-Viren (singlestranded DNA) weisen eine negative oder auch eine positive Polarität des Genoms auf.

Das Genom von DNA-Viren ist weniger variabel als jenes der RNA-Viren und entsprechend stabiler gegenüber Umweltfaktoren. DNA ist chemisch stabiler als RNA und weist auch eine geringere Mutationsrate auf. Zusätzlich verfügen die zur Vervielfältigung erforderlichen DNA-Polymerasen über eine Korrekturfunktion. RNA-Viren verfügen immer über eine selbstcodierte Polymerase, wogegen DNA-Viren entweder eine selbst codierte DNA-Polymerase besitzen (z.B. bei Herpesviren) oder fremde zelluläre Polymerasen zur Vervielfältigung nutzen (bei Papillomaviren).

Eine Ausnahme bilden bestimmte Hepatitisviren (z.B. das Hepatitis-B-Virus), welche die Genomreplikation mittels revers transkribierter RNA-Zwischenstufe bewerkstelligen.

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Fachgebiete: Virologie

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